The Ark - Wir sind nicht allein  (Sunfilm Entertainment/ Tiberius Film)

The Ark – Wir sind nicht allein (Sunfilm Entertainment/ Tiberius Film)

81QOpx3darL._SL1417_Die Astronauten-Crew um Colonel Gerard Bruchman ist auf der Mondbasis ARK stationiert. Nach einem Meteoritensturm sind von einer Minute zur nächsten ihre Leben gefährdet: Die Meteore haben Sporen mit sich getragen und haben die Fähigkeit, sich rasend schnell in Form beliebiger Zellstrukturen zu reproduzieren. Zunächst wird die Astronautin Ava infiziert, die seltsame Anzeichen einer Schwangerschaft zeigt und von heftigen Visionen geplagt wird. Bereits nach wenigen Stunden gebärt sie eine Kreatur, die in Gestalt eines Besatzungsmitglieds zu einer tödlichen Gefahr wird. Wird es der Crew gelingen, den paranormalen Feind zu besiegen?

Meinung zum Film:

Der Science Fiction – Film ist eines der klassischen Genres des Kinos. Immer wieder erscheinen Filme, die zu den Meisterwerken der Kinogeschichte gerechnet werden und das Genre einen weiteren Schritt nach vorne bringen. Auch aktuell erlebt diese Film-Gattung eine Renaissance, die neben neuen Impulsen ein deutlich anderes Empfinden für Geschichten und deren gesellschaftlichen Hintergründen zeigt. Der Science Fiction – Film ist dabei ähnlich dem Horror-Film ein deutlicher Spiegel einer aktuellen Gesellschaftsform und ihren sozialen wie politischen Zuständen und Problemen.
Zudem jedoch erscheint auch eine Vielzahl an Beiträgen, die sich diesen neuen Strömungen widersetzen und aus bekannten und bewährten Mustern einen weiteren Film inszenieren. So auch Regisseur Roger Christian mit seinem hier vorliegenden The Ark – Wir sind nicht allein.

Nach dem Mega-Flop „Battlefield Earth“ im Jahr 2000 war es lange Zeit ruhig geworden um Regisseur Roger Christian. Ob ihm mit dem vorliegenden The Ark – Wir sind nicht allein der Sprung in eine höhere Liga gelingen wird, darf trotz der eigentlich soliden Inszenierung angezweifelt werden. Denn obwohl er alle bekannten Versatzstücke versucht, überzeugend zusammenzusetzen und es dabei schafft, dass bestmögliche aus dem offensichtlich geringen Budget herauszuholen, gelingt es ihm nicht, einen eigenständigen Film zu kreieren, der den Genrekenner überzeugen dürfte. Zu offensichtlich sind die Anleihen bei bekannten filmischen Vorbildern, die in The Ark – Wir sind nicht allein zwar zum Teil gut kombiniert wurden, dem Vielseher jedoch höchstwahrscheinlich zu wenig Eigenständigkeit bieten wird.61yut045PML._SL1417_

Mit an Bord ist der im B-Movie vielbeschäftigte Christian Slater, der hier in der Rolle des Colonel Gerard Bruchman auftritt. Auch wenn er hier nicht die beste Leistung seiner Karriere hinlegt, ist sein Schauspiel solide, so dass der Film, der seine Geschichte temporeich erzählt, einen vielsehenden Genre-Fan zufriedenstellen dürfte. Die Blu-ray erscheint bei Sunfilm Entertainment/ Tiberius Film, Bild und Ton sind auf einem guten Niveau. Im Bonussektor befinden sich der Originaltrailer und eine Programmübersicht.

The Ark – Wir sind nicht allein hat seitens des Drehbuchs einige gravierende Logiklöcher, die auch die teils gelungene Atmosphäre und das Schauspiel nicht übertünchen können. Auch wenn man Regisseur Roger Christian seitens der Inszenierung keine grobe Fahrlässigkeit vorwerfen kann, bietet der Film zu wenig eigene Ideen, um auf lange Sicht im Gedächtnis zu bleiben. Für einen entspannten Science Fiction – Filmabend ohne großen Anspruch jedoch ist The Ark – Wir sind nicht allein gut zu gebrauchen.

Christian Funke-Smolka