„The Chain“ (OFDb Filmworks) +++Rezension, Special & Gewinnspiel+++

„The Chain“ (OFDb Filmworks) +++Rezension, Special & Gewinnspiel+++

Mit: John Patrick Amedori, Madeline Zima, Jamie Clayton, Adrienne Barbeau, Ray Wise u.v.m.

Regie: David Martín Porras

Mike ist erfolgreicher Augenarzt und lebt mit seiner Frau in Los Angeles. Eines Tages nimmt sein Leben jedoch eine dramatische Wende: Der Zustand seines an einer Art schwerer Demenz leidenden Vaters verschlechtert sich so sehr, dass seine Mutter sich nicht mehr alleine um seinen Vater kümmern kann. Mike kehrt daraufhin widerwillig gemeinsam mit seiner Frau in sein Elternhaus zurück – aufgrund des zerrütteten Verhältnisses zu seinem Vater wollte er dies niemals machen. Doch damit nicht genug: Mike hat offensichtlich das neurologische Leiden seines Vaters geerbt und zeigt zunehmend ähnliche Symptome wie sein Vater. Durch Zufall gerät er an die „Chain“, einen geheimen Zirkel, deren Mitglieder sich gegenseitig bei ihren aus Verzweiflung und Ausweglosigkeit geplanten Selbstmorden helfen. Mike will nicht so enden wie sein Vater und schließt sich der Chain an. Doch wer sterben will, muss zuvor töten…

Was ist real, was ist Halluzination? John Patrick Amedori, aktuell auch Teil des Hauptcasts der Netflix-Serie „Dear White People“, durchlebt als junger Augenarzt Mike in THE CHAIN – DU MUSST TÖTEN UM ZU STERBEN einen fiebrig-mysteriösen Alptraum. Der spanische Regisseur David Martín Porras erzeugt gekonnt eine unheilvolle Atmosphäre, die an die Werke von David Lynch erinnert. Diese Referenz wird untermauert durch „Twin Peaks“-Urgestein Ray Wise in der Rolle von Mikes Vater. Für seinen dritten Spielfilm konnte Porras zudem Madeline Zima („Twin Peaks“, „Californication“), Jamie Clayton („Schneemann“) und Adrienne Barbeau („The Fog“) gewinnen.

© OFDb Filmworks

Meinung zur Veröffentlichung:

Du musst töten um zu sterben

Mike (John Patrick Amedori, Vatican Tapes, Dear White People) ist ein erfolgreicher Augenarzt, der in Los Angeles praktiziert. Doch er muss mit seiner Frau Sarah (Madeline Zima, Grimm, Californication) zurück ins Elternhaus, da sein Vater Michael (Ray Wise, Twin Peaks), ebenfalls Augenarzt und mit seinem Sohn seit Jahren verkracht, an Demenz erkrankt ist und seine Mutter Emma (Adrienne Barbeau, Die Klapperschlange, The Fog) Unterstützung dringend benötigt. Doch auch Mike leidet an einer neurologischen Erkrankung. Bei seiner Suche nach Hilfe stößt er auf den geheimnisvollen Zirkel „The Chain“, der ihren Mitgliedern die aktive Sterbehilfe bietet. Doch wer hier einwilligt, muss erst selber jemanden töten…

Regisseur David Martín Porras (Stealing Summers), der gemeinsam mit Andres Rosende auch das Drehbuch schrieb, präsentiert mit seinem dritten Spielfilm einen mysteriösen Thriller, der seinen Reiz aus der undurchsichtigen Story, der der dichten, sehr bedrohlichen Atmosphäre und den grandios agierenden Darstellern, hier speziell Ray Wise, bezieht. Virtuos lässt Porras seine Geschichte auf zwei Zeitebenen spielen, die immer wieder geschickt überleitend verschmelzen und so eine subtil-schleichende Wirkung erzeugt, der man sich als Zuschauer nur schwer entziehen kann. Sowohl die Darsteller, als auch die Inszenierung steigert sich in einen unaufhörlichen Wahn, der unterstützt wird von einem hypnotischen Score, der selbst den manchmal sehr entschleunigt in Szene gesetzten Passagen angenehm verwirrenden Drive beschert. Auch wenn man inhaltlich emotional immer etwas auf Distanz gehalten wird, haben wir hier einen faszinierenden Genrebeitrag, der die Grenzen zwischen Psychothriller und Drama geschickt auslotet.

The Chain – Du musst töten um zu sterben (Originaltitel: The Chain, Spanien/USA 2019) erscheint als DVD, Blu-ray und Video on Demand bei OFDb Filmworks. Die mir zur Ansicht vorliegende Blu-ray konnte in Bild (2,39:1/1080p) und Ton (Deutsch & Englisch: dts-HD Master Audio 5.1) qualitativ überzeugen, im Bonusbereich gab es zudem ein alternatives Ende, zwei gelöschte Szenen, ein siebenminütiges „Hinter-den-Kulissen“-Special, Interviews mit dem Autor und Regisseur David Martín Porras und dem Co-Autor und Produzenten Andres Rosende, so wie eine Programmübersicht.

Mit The Chain – Du musst töten um zu sterben präsentiert David Martín Porras ein kleines aber feines Psychodrama mit hervorragender Besetzung, welches durch seine unerwarteten Wendungen und fiesen Kniffe echt überrascht. Ein Geheimtipp mit subtil-schleichender Langzeitwirkung!

Schauspieler und Musiker John Patrick Amedori im Portrait

Teenstar in „Butterfly Effect“, charismatischer College-Student in „Dear White People“ und mysteriöser Sohn in THE CHAIN – DU MUSST TÖTEN UM ZU STERBEN

Es gibt Schauspieler, die überraschen mit ihrer Filmographie: Trotz ihres eigentlich noch jungen Alters sind sie schon sehr lange im Showbusiness unterwegs. Ein Paradebeispiel dafür ist der 32-Jährige John Patrick Amedori.

Seit fast 20 Jahren steht er nun schon vor der Kamera. Von Rollen in Blockbustern wie „Butterfly Effect“ über starke Auftritte in den Serienhits „Gossip Girl“ und „Dear White People“ bis hin zu gruseliger Performance in Psychothrillern wie im neuesten Werk THE CHAIN: Amedori überzeugt in verschiedensten Sparten und ist nebenbei noch ein richtiger Vollblutmusiker! Für uns Grund genug, das Leben des charismatischen Allroundtalents genauer anzusehen.

Vom Traum „Rockstar“ zum Schauspieler: Der Beginn seiner Karriere

Als kleiner Junge hatte Amedori einen großen Traum, den so viele in seinem Alter haben: Er wollte ein Rockstar werden! Den Grundstein dafür legte er mit seiner Band Sanitarium, die er im Alter von zehn Jahren gemeinsam mit einem Freund gründete. Im selben Zeitraum begann er ebenfalls am Actor Center in Philadelphia Schauspielunterricht zu nehmen. Die Kombination aus Musik und Schauspiel führte dann gewissermaßen zu seiner ersten kleinen Rolle: In Cameron Crowes Oscar prämierten Film „Almost Famous – Fast berühmt“ bekam Amedori einen Cameo-Auftritt, nachdem er ein Audition Tape einsandte, auf dem er Gitarre spielte. Es folgten diverse Nebenrollen – allem voran die des 13-jährigen Evan im Kinohit „Butterfly Effect“. Er stellte die junge Version von Ashton Kutcher dar und sorgte mit seiner Rolle bei so manchem Teenager für Herzpochen. Immer wieder spielte er dann in bekannten Fernsehserien wie „Dr. House“, „Law & Order“ oder „Numbers“ mit.

Gossip Girl“ & „Vanished“: Die ersten größeren Rollen

Seine erste Hauptrolle konnte Amedori 2006, mit gerade einmal 19 Jahren, im Filmdrama „Love Is the Drug“ ergattern. Im selben Jahr spielte er in der FOX-Produktion „Vanished“ mit, zwei Jahre später trat er als Aaron Rose in der Erfolgsserie „Gossip Girl“ an der Seite von Blake Lively vor die Kameras. Nach weiteren Rollen rückte er dann vor allem 2017 ins Rampenlicht: In der gefeierten Netflix-Serie „Dear White People“ spielt er an der Seite von Protagonistin Logan Browning den Kommilitonen und Freund namens Gabe Mitchell. Das Serienwerk nimmt clever und scharfsinnig Alltagsrassismus in amerikanischen Unis ins Visier.

Eine kleine Randbemerkung: Amedoris geheime Lieblingsserie ist, wie er in einem Interview verriet, David Lynchs „Twin Peaks“!

An der Seite der Twin-Peaks-Darsteller: John Patrick Amedori in THE CHAIN

Welch ein Glück, dass ihm Regisseur David Martín Porras die Hauptrolle als Mike in seinem neuen Film THE CHAIN an der Seite der Twin-Peaks-Darsteller Ray Wise und Madeline Zima anbot. Wise, ein regelrechter Leinwand-Veteran, der schon seit 50 Jahren in Filmen und Serien wie „X-Men“, „24“ oder „Dallas“ vor der Kamera steht, schlüpft in die Rolle von Mikes dementem Vater Michael. Zima, die aus Serien wie „Californication“ und „Die Nanny“ bekannt ist, spielt Mikes Frau Sarah.

In THE CHAIN muss Amedori als Hauptfigur Mike gegen seinen Willen mit seiner Frau Sarah ins Elternhaus zurückkehren, um seiner Mutter bei der Pflege des dementen, aber auch verhassten Vaters Michael zu helfen. Weil er auf den väterlichen Druck hin ebenfalls Augenarzt wurde, übernimmt Mike übergangsweise seine Praxis. Und muss dann erfahren, dass er an derselben neurologischen, unheilbaren Krankheit wie sein Vater leidet! Da schlägt sein Unmut in pure Verzweiflung um. Er beschließt, am Treffen einer Selbsthilfegruppe für ganz spezielle Dienste teilzunehmen… Es eröffnen sich schaurige Stunden, tiefe Abgründe in einem geheimer Zirkel und ein Twist, der euch zum Staunen bringt. THE CHAIN ist ein Film von David Martín Porras, der in seiner Machart durchaus an die Werke David Lynchs erinnert, und mit einer Hauptrolle besetzt, die genau auf Amedori zugeschnitten ist.

Musik als zweite Leidenschaft: Das Bandprojekt Ceesau

Immer wieder verknüpft der smarte Amerikaner aber auch Musik und Schauspiel: So steuerte er zum Film „Rebell in Turnschuhen“, in dem er die Rolle des Poot spielt, den Titel „Love Song“ zum Soundtrack bei. Doch auch abseits der Leinwand bleibt er der Musik treu: Gemeinsam mit Schauspielkollege Carmine Giovinazzo („CSI: NY“) und Schlagzeuger Michael Brasic spielt er seit vielen Jahren in der Band Ceesau. Kein Wunder also, dass er auf die Frage nach der Wichtigkeit von Schauspiel und Musik sagt, er könne weder ohne das eine noch das andere leben. Die künstlerische Veranlagung liegt übrigens in der Familie: Auch sein Bruder Anthony ist, neben seinem Dasein als professioneller Skateboarder, als Schauspieler vor der Kamera tätig. Wir können also gespannt sein auf die vielfältigen neuen Projekte aus dem Hause Amedori.

Bis dahin lassen wir uns im Heimkino an den Bildschirm fesseln und beobachten John Patrick Amedori in einem fiebrig-mysteriösen Alptraum in THE CHAIN – ab nächster Woche, 28. November, im Home Entertainment!

Gewinnspiel:

Ich freue mich, zum Verkaufsstart von „The Chain”

1 x die Blu-ray

1 x die DVD

verlosen zu können.

Frage:

Was ist euer liebster spanischer Psychothriller?

Wer mir bis zum 06. Dezember 2019 eine Mail mit dem Betreff „The Chain” (plus der Anschrift & der Antwort) an:

christian@wewantmedia.de

schickt, das Gewinnspiel freiwillig auf Facebook mit jemandem teilt, dem das auch gefallen könnte und mir, wer mag, noch ein “gefällt mir” auf meiner Facebook – Seite (https://www.facebook.com/wewantmedia) gibt, nimmt an der Verlosung teil!

Bestimmt durch die Reihenfolge der Teilnahme bekommt jeder Teilnehmer eine Nummer zugeordnet, über den oder die Gewinner/in entscheidet ganz unparteiisch und unbestechlich Random.org.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, der/die Gewinner/in wird zeitnah benachrichtigt.

Christian Funke