The Colony - Hell Freezes Over (Splendid Film)

The Colony – Hell Freezes Over (Splendid Film)

Regisseur Jeff Renfroe („Steve McQueen: King of Cool“, „One Point O“) Coverbeeindruckt uns in THE COLONY – HELL FREEZES OVER mit bildgewaltigen postapokalyptischen Eiswelten. Atmosphärisch extrem packend inszeniert, vereint sein Sci-Fi-Actioner das Beste aus THE DAY AFTER TOMORROW, 30 DAYS OF NIGHT und THE THING und überzeugt zudem mit einem tollen Cast: U.a. mit dabei sind Laurence Fishburne („Man of Steel”, „Matrix”), Kevin Zegers („Frozen“, „Dawn of the Dead”) und Bill Paxton („Twister”, „Aliens”).

Nach Anbruch einer neuen Eiszeit hatten sich die wenigen Überlebenden in kleinen Kolonien unter der Erde zurückgezogen, von denen jetzt nur noch Kolonie 5 und 7 besiedelt sind. Kolonie 7, angeführt von Briggs (Laurence Fishburne), erwehrt sich weiterhin frostiger Kälte, Hunger, Isolation und Krankheit. Die prekäre Situation verschärft sich noch als sie ein SOS-Signal von Kolonie 5 erreicht, denn Briggs entschließt sich zu einer gefährlichen Expedition dorthin. Sein alter Waffenkamerad Mason (Bill Paxton) will ihn davon abhalten, das Leben der Gruppe aufs Spiel zu setzen. Wie sich herausstellt, aus gutem Grund: ihr Ziel erreichend entdecken sie eine weitaus unmenschlichere, grausamere Bedrohung als sie sich je hätten vorstellen können… (Pressetext)

Meinung zum Film:

Ich gebe es unumwunden zu, mit Science Fiction-Horror mit Endzeit-Atmosphäre kann man mich immer ködern. Wenn dann auch noch bekannte Genre-Größen wie Laurence Fishburne und Bill Paxton dabei sind, kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Insofern bin ich ziemlich optimistisch an The Colony – Hell Freezes Over von Regisseur Jeff Renfroe herangegangen. Mit einem recht passablen Budget ist diese kanadiscSzenehe Produktion ein sauber inszeniertes, sehr atmosphärisches B-Filmchen, welches eine zwar nicht sonderlich innovative Story solide und spannend zu erzählen weiß. Die Idee, die Menschheit nach einer selbstverschuldeten Eiszeit in unterirdischen Kolonien anzusiedeln, ist nicht unbedingt neu, aber immer wieder, wenn sauber ausgearbeitet, faszinierend anzusehen.

Der Genre-Kenner weiß natürlich, dass für die Filmfiguren Vorsicht ein besserer Weggefährte wäre, wenn man sich aufmacht, einer entlegenen Station aufgrund eines eingefangenen SOS-Signals zur Hilfe zu eilen. Da jeder der Beteiligten diese Erfahrung in früheren Filmen schon mal machen durfte, wundert man sich, warum sie sich trotzdem wieder aufmachen. Nun gut, der Film wäre natürlich recht schnell zu Ende, wenn man dem Funkgerät direkt beim ersten Signal den Stinkefinger zeigen würde. Zur Freude des erwachsenen Filmfreundes tun unsere Protagonisten dies nicht, sondern machen sich auf den Weg, ihren Kollegen zur Hilfe zu eilen. Man mag mich jetzt einen Besserwisser schimpfen, aber sowohl das rote FSK-Logo als auch meine weitreichende Filmerfahrung bestätigen meine Unkerei, denn die Mission erweist sich für die tapferen Kolonie-Bewohner als sehr aufreibend.

The Colony – Hell Freezes OveSzene 2r lag mir zur Ansicht als englischer Screener vor, weshalb ich an dieser Stelle keine Aussage über die finale Bildqualität oder das vorhandene Bonusmaterial machen kann. Zum Film selber kann ich sagen, dass der Klappentext nicht schummelt, denn die Verweise auf „The Thing“, „30 Days Of Night“ oder „The Day After Tomorrow“ sind nicht von der Hand zu weisen. Atmosphärisch überaus stimmig in seinem Gesamtbild, gelingt es Regisseur Jeff Renfroe, Spannung und Action mit einem guten Schuss Emotion zu kombinieren und dadurch eine permanent greifbare Stimmung zu erzeugen. The Colony – Hell Freezes Over ist ein echter Tipp für Genre-Freunde, der einen über die gesamte Lauflänge gut unterhält.

Christian Funke-Smolka