„The Demon Hunter“ (Koch Films)

„The Demon Hunter“ (Koch Films)

Regie:
Mike Mendez

Darsteller:
Dolph Lundgren, Kristina Klebe, Billy Slaughter u.a.

Mehrere brutale Morde versetzen ein Provinznest am Mississippi in Angst und Schrecken. Denn sie folgen – wie FBI-Agentin Evelyn Pierce feststellen muss – keinerlei Muster. Nur der alternde Dämonenjäger Jebediah Woodley erkennt einen – natürlich paranormalen – Zusammenhang: Ein Dämon ergreift immer genau von demjenigen Besitz, der ihn gerade getötet hat. Weshalb den beiden bei ihren blutrünstigen Aufräumarbeiten nichts Anderes übrig bleibt, als ausgerechnet den jeweils Besessenen gerade nicht zu töten.

Funsplatter-Spezialist Mike Mendez („Killers“, „Convent“, „Big Ass Spider!“) hat es wieder getan! In schönster Umkehrung der Genregesetzmäßigkeiten und in grober Missachtung all dessen, was Jugendschützern sonst meist heilig ist, lässt er B-Movie-Ikone Dolph Lundgren auf einen Dämon der besonderen Art los. Mit viel Selbstironie, coolen Sprüchen und einem Blutzoll, wie er sonst für gleich mehrere derartige Genreeinträge ausreichend wäre: Wohl bekomm’s!

© Koch Films

Meinung zur Veröffentlichung:

In dem kleinen Kaff Chicory Creek im Mississippi geschehen merkwürdige Gräueltaten. Bisher fielen den Tätern zwei Familien zum Opfer. Die FBI-Agentin Evelyn Pierce (Kristina Klebe) steht vor einem Rätsel, als der Dämonenjäger Jebediah Woodley (Dolph Lundgren) den Schauplatz betritt. Dieser vermutet Dämonen, die jeweils den befallenen Wirtskörper verlassen, wenn dieser stirbt und in den Körper desjenigen fahren, der für den Tod verantwortlich ist. Wie kann man dem Dämon habhaft werden, wenn der befallene Wirt sich zu einer rasenden Bestie verwandelt und nur durch eine Kugel gestoppt werden kann?

Man war als Genrefreund gespannt, als man von der Zusammenarbeit Mike Mendez mit Dolph Lundgren, der den Film auch produzierte, erfuhr. Eine interessante Story und ungewöhnlich blutige Effekte heizten die Erwartungen zusätzlich an. Doch letztendlich lebt The Demon Hunter deutlich weniger von den beiden erstgenannten Punkten, denn viel mehr macht es Spaß, einem herrlich selbstironischen und gut aufgelegten Dolph Lundgren dabei zuzuschauen, wie er wirklich jedes Klischee eines alternden Haudegens in seiner Rolle verarbeitet. Hier merkt man ihm den Spaß, den er offensichtlich bei den Dreharbeiten hatte, in jeder Sekunde an. Auch wenn sich die Handlung letztendlich als etwas zu geradlinig erweist (man spürt an manchen Stellen den Zeitdruck, den die Crew bei der Erstellung des Scripts durch den überraschend kurzfristigen Drehstart hatte), ist The Demon Hunter ein unterhaltsamer und äußerst kurzweiliger Spaß, der jeden Splatterfan begeistern dürfte.

 

 

The Demon Hunter (Originaltitel: Don’t Kill It, 2016) erscheint uncut für ein volljähriges Publikum bei Koch Films auf DVD, Blu-ray und Video on Demand. Bild (2,35:1/16:9) und Ton (Deutsch & Englisch: DTS-HD Master Audio 5.1) der mir vorliegenden Blu-ray waren qualitativ auf einem guten Niveau, im Bonusbereich gab es neben dem Trailer und einer Programmübersicht eine 24 minütige Frage & Antwort-Runde mit Mike Mendez und Kristina Klebe, die auf dem Fantasy Film Fest entstanden ist.

Mit The Demon Hunter ist Mendez ein solides, teils herrlich schwarzhumoriges und stellenweise ultrabrutales B-Movie gelungen, welches von dem Charme seiner gut aufgelegten Darsteller und den gelungenen Effekten lebt.

Christian Funke