"The Farewell" (ab dem 17. April auf DVD und Blu-ray, digital bereits erhältlich!) +++Gewinnspiel & Special+++

„The Farewell“ (ab dem 17. April auf DVD und Blu-ray, digital bereits erhältlich!) +++Gewinnspiel & Special+++

Von Lulu Wang
Mit Awkwafina, Tzi Ma, Diana Lin, Zhao Shuzhen u.a

Als die in New York aufgewachsene Billi von ihren Eltern erfährt, dass ihre geliebte Großmutter Nai Nai in China nur noch kurz zu leben hat, steht ihr Leben Kopf. Die Familie beschließt, Nai Nai im Ungewissen zu lassen und ihr die tödliche Krankheit zu verschweigen. Um die plötzliche Anwesenheit der ganzen Familie plausibel zu erklären, wird kurzerhand eine Spontan-Hochzeit organisiert…

Während Billi versucht, die Lüge aufrechtzuerhalten, stößt sie auf Dinge, die ihr eigenes Leben verändern. Es ist die Chance, sowohl das Land ihrer Eltern als auch den wundersamen Geist ihrer Großmutter wiederzuentdecken.

Für viele ist THE FAREWELL der schönste und auch lustigste Film des letzten Jahres. Hauptdarstellerin Awkwafina – auch als Rapperin bekannt – brachte weltweit das Publikum schon in „Crazy Rich Asians“ zum Lachen.

DCM veröffentlicht die Komödie mit der Golden Globe®-Gewinnerin
Awkwafina am 17. April 2020 auf DVD und Blu-ray.Digital ist THE FAREWELL bereits seit 27. März 2020 im EST sowie ab 03. April 2020 als TVoD erhältlich.

THE FAREWELL und die Frage, wann eine Lüge die bessere Wahrheit ist

Auf liebevolle und humorvolle Weise erzählt Regisseurin Lulu Wang in THE FAREWELL ihre eigene bewegende Geschichte einer gut gemeinten Lüge. Im Mittelpunkt steht die einfache, aber entscheidende Frage: Darf man seinen Nächsten die Wahrheit vorenthalten?

Die in New York aufgewachsene Billi – gespielt von der Golden Globe®-Gewinnerin Awkwafina – erfährt, dass ihre in China lebende Großmutter unheilbar erkrankt ist. Die Familie beschließt jedoch, diese darüber im Ungewissen zu lassen. Für Billi steht die Welt Kopf, als von ihr verlangt wird, ihrer geliebten Großmutter diese ungeheure Lüge aufzutischen. Doch indem sie das Spiel mitspielt, entdeckt Billi plötzlich auch die vielen subtilen Wege, über die die Familienmitglieder die Wahrheit des jeweils anderen zu ergründen versuchen.

THE FAREWELL basiert auf einer wahren Lüge. Zur Heimkino-Veröffentlichung dieser bezaubernden Komödie beschäftigen wir uns mit dem faszinierenden Phänomen des Lügens.

Wahr ist: wir alle lügen. Und zwar oft. Die kleine Ausrede, ein wenig Prahlerei und manchmal auch die geschickt konstruierte Notlüge – mit vielen unserer alltäglichen Unwahrheiten wollen wir niemandem bewusst schaden. Im Gegenteil, gut gemeinte Lügen sind ein starker Kitt für unser soziales Gefüge.

Wie wäre es denn andersrum? Ein interessantes Gedankenexperiment, mit dem der britische Komiker Ricky Gervais in seiner Komödie „Lügen macht erfinderisch“ (2009) spielt. In einer Parallelwelt ohne jegliche Flunkerei, müsste das Lügen als Handlungskonzept erst noch entdeckt werden. Und damit ungeahnte Möglichkeiten, aber auch mit nicht absehbaren Folgen.

Eine Wahrheit über die Lüge: Kreative lügen öfter

Apropos Lügen macht erfinderisch: laut wissenschaftlichen Erkenntnissen lügen kreative Menschen häufiger. Beim Lügen ist Kreativität eher gefragt als Intelligenz. Und weil kreative Köpfe mit guten Lügengeschichten entsprechend erfolgreich sind, wenden sie diese Taktik auch häufiger an.

Auch wenn ein Großteil unserer Unwahrheiten nicht zwingend aus böswilligen, aber doch aus eigensinnigen Motiven heraus ausgesprochen wird, lügen wir manchmal auch für das Wohlbefinden eines uns lieben Menschen. Gleich zu Beginn ihres Films kündigt Regisseurin Lulu Wang an, dass THE FAREWELL auf einer wahren Lüge basiert, bei der sie selbst mitgespielt hat. 2013 erfuhr sie, dass bei ihrer geliebten, in China lebenden Großmutter, ihrer Nai Nai, eine schnell voranschreitende, unheilbare Krankheit diagnostiziert wurde. Doch ihre Großtante (die die Diagnose vom Arzt erhalten hatte) und ihre Eltern beschlossen, Nai Nai die Wahrheit zu verheimlichen, die Angst von ihr fernzuhalten und sie stattdessen im Kreis ihrer Familie mit Fröhlichkeit zu überschütten.

Darum, eine tragische Situation durch eine Täuschung für andere erträglich zu machen, geht es auch in „Das Leben ist schön“ von 1997. Und im übertragenen Sinne erinnert Wangs Geschichte an Roberto Benignis Oscar®-prämierte Tragikomödie über einen Vater, der seinen jungen Sohn vor der grauenvollen Realität im Konzentrationslager beschützt durch die Illusion, alles sei nur Teil eines Spiels.

Lulu Wang konnte das Anliegen ihrer Familie verstehen. Als Angehörige mussten sie die Sorge auffangen und als Hinterbliebene die Trauer tragen. Dennoch war sie hin- und hergerissen: War es wirklich ein Ausdruck von Mitgefühl, eine so starke und kluge Frau im Unklaren zu lassen? War es nicht das Wichtigste in einer Beziehung, die Wahrheit zu sagen? Und wie in aller Welt sollte sie ihrer Großmutter gegenübertreten und so tun, als ob nichts wäre?

Eine Wahrheit über die Lüge: Blickkontakt erschwert Lügen

Können diese Augen lügen? Diese Frage hat einen wahren Kern. Studien belegen, dass es schwerer fällt zu lügen, wenn man seinem Gegenüber in die Augen blickt. Entsprechend leichter fällt es am Telefon. Und auch im handschriftlichen Brief bleiben wir ehrlicher, als in einer E-Mail.

Wangs moralische Zweifel beruhen letztlich auf philosophischen und weltanschaulichen Fragen. Und gerade die Philosophie, aber auch Religion, stigmatisieren die Lüge als unmoralisch und Sünde. Ein cineastisches Beispiel für ihre besondere Verwerflichkeit ist „Die Truman Show“ (1998) über einen Menschen, der von Geburt an in einer gigantischen TV-Kulisse aufwächst und für die Unterhaltung der TV-Zuschauer lebt. Wie auch für Nai Nai in THE FAREWELL, bettet die Illusion Jim Careys tragische Figur in eine heile Welt ein. Doch während die Mediensatire auf die Frage zusteuert, ob sich die Fassade ewig aufrechterhalten lässt und was nach ihrem Kollaps passiert, verfolgt Lulu Wang einen anderen Ansatz: „Viele Filme, in denen von Lügen und Geheimnissen erzählt wird, enden mit einer großen Katharsis, weil die Wahrheit auf den Tisch kommt. Das wollte ich in THE FAREWELL nicht. Ich wollte nicht urteilen, niemand ist der oder die Schuldige.“

Denn was während ihrer Zeit bei ihrer Großmutter in China passierte, war so verblüffend und schön, dass Wang schon bald klar wurde, dass hier gerade der Samen für ihren zweiten Spielfilm zu keimen begann: „Nur, weil die Menschen ihre Liebe nicht so ausdrücken, wie wir es vielleicht erwarten, heißt das nicht, dass sie uns nicht lieben. Manchmal sind die wichtigsten Dinge, die in einer Familie passieren, die unausgesprochenen Dinge.“

Die Regisseurin erlebte mit ihrer Familie „eine Mischung aus Pathos und Absurdität; eine Screwball-Komödie im wahren Leben, nur mit tiefergehenden Fragen.“ Und so ist die unterhaltsame Reise in THE FAREWELL auch eine genaue Betrachtung der Dinge, die wir in der Familie verheimlichen oder preisgeben. All das erzählt Wang mit einer unnachahmlichen Mischung aus Leichtigkeit und Tiefe und stellt fest, dass die Dinge, die wir uns gegenseitig nicht sagen können oder wollen, mindestens genauso wichtig sind, wie die Dinge, über die wir ständig reden.

Eine Wahrheit über die Lüge: Lügner bekommen eine größere Nase

Forscher nennen es den Pinocchio-Effekt: lügen wir, fließt mehr Blut in Nase. Sie wird wärmer und dehnt sich aus. Aber keine Sorge, die Ausdehnung ist für das Auge nicht sichtbar und taugt somit nicht als Lügendetektor.

© dcm

Gewinnspiel:

Ich freue mich, zum Verkaufsstart von „The Farewell”

1 x die Blu-ray

1 x die DVD

verlosen zu können.

Frage:

Was ist euer liebster Familien-Film?

Wer mir bis zum 17. April 2020 eine Mail mit dem Betreff “The Farewell” (plus der Anschrift & der Antwort) an:

christian@wewantmedia.de

schickt, das Gewinnspiel freiwillig auf Facebook mit jemandem teilt, dem das auch gefallen könnte und mir, wer mag, noch ein “gefällt mir” auf meiner Facebook – Seite (https://www.facebook.com/wewantmedia) gibt, nimmt an der Verlosung teil!

Bestimmt durch die Reihenfolge der Teilnahme bekommt jeder Teilnehmer eine Nummer zugeordnet, über den oder die Gewinner/in entscheidet ganz unparteiisch und unbestechlich Random.org.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, der/die Gewinner/in wird zeitnah benachrichtigt.

Herzlichen Glückwunsch! Die Gewinner stehen fest und wurden per Mail informiert. Die Filme sind bereits auf dem Weg, viel Spaß damit! Allen anderen Teilnehmenden meinen herzlichen Dank für die große Resonanz und viel Glück beim nächsten Gewinnspiel!

Christian Funke