The Godfathers of Ganja

The Godfathers of Ganja

The Godfathers of Ganja
(Ascot Elite)

Billy Corben (Cocaine Cowboys) ist mit einer neuen Dokumentation zurück, um dem Zuschauer neben interessanten Fakten und Blickwinkeln ein breites Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Unnachahmlich ist seine Art, Archivmaterial, Kommentare und Musik zu einem stimmigen Ganzen zu vereinen.

In der großartigen Reihe HotDoks veröffentlicht Ascot Elite nun den Beitrag The Godfathers of Ganja, in welchem uns der Regisseur die farbenfrohe und teils skurrile Welt so manchen Marihuana-Schmugglers aufzeigt. Während zu selben Zeit, wir schreiben die 70er und 80er des letzten Jahrhunderts, in und um Miami der Kokain-Schmuggel seine brutalen und blutigen Spuren hinterließ, gab es an anderen Stellen Menschen, welche um einiges entspannter Tonnenweise Ganja aus Jamaica in die Staaten schmuggelten.

Der Regisseur porträtiert hier exemplarisch drei verschiedene Schmugglergruppen, um einen Ansatz eines Gesamtbildes dieser Zeit zu vermitteln. Erst sehen wir die konsumierenden Christen der Ethiopian Zion Coptic Church, welche das Rauschmittel als von Gott gegeben betrachten, dann lernt der Zuschauer die amerikanische Kleinstadt Everglades City kennen, deren Einwohner sich nahezu komplett dem Drogenverkauf widmeten, so dass bei einer polizeilichen Großrazzia nahezu 80% der männlichen Einwohner inhaftiert wurden. Als letztes porträtiert er die legendäre Black Tuna Gang, welche in den 70er Jahren unter Nutzung der verrücktesten Hilfsmittel mehr als 500 Tonnen des Stoffes innerhalb von 16 Monaten in die Staaten schmuggelte.

Billy Corben nutzt für seine unterhaltsame Dokumentation The Godfathers of Ganja eine Fülle an gut recherchiertem Hintergrundmaterial, so dass es ihm gelingt, mit dem genutzten Bild- und Filmmaterial zu einem authentischen und faszinierenden Gesamtbild zusammenzufügen.

CFS