The Hole – Wovor hast Du Angst?

The Hole – Wovor hast Du Angst?

Regisseur Joe Dante beweist seit Jahren, dass es nicht unbedingt Unmengen an Blut und Gewalt bedarf, um einen guten Horrorfilm zu drehen. Filme wie Gremlins oder Das Tier gingen in die Genregeschichte ein, und schufen ihm einen guten Ruf. Jahrelang war es eher ruhig um seine Person, bis er sich nun mit einem neuen Film, dem aktuellen Trend folgend in 3D, zurückmeldete.
In The Hole versucht er, an die alte Tradition des familienfreundlichen Horrorfilms anzuschließen.
Die Geschichte handelt von der alleinerziehenden Mutter Susan (Teri Polo, Meine Braut, ihr Vater und ich) und ihren zwei Söhnen, dem 17 jährigen Dane (Chris Massoglia, Mitternachtszirkus) und dem 10 jährigen Lucas (Nathan Gamble, Der Nebel). Sie ziehen aus der Großstadt in die kleine, beschauliche Vorstadt Bensonville, wo Danes Widerwillen erst durch die gleichaltrige Nachbarin Julie (Haley Bennett, Mitten ins Herz) gebrochen wird. Gemeinsam machen sie sich auf, die neue Umgebung zu erkunden, und stoßen im eigenen Haus im Keller auf eine geheimnisvolle Falltür, unter der sich ein bodenloser Schacht befindet. Dass die Neugier, was sich in diesem Schacht befindet, bei den Jugendlichen überwiegt ist natürlich genauso klar, wie der Umstand, dass dies in einem Horrorfilm keine besonders gute Idee ist. So treffen die Kids nun auf gruselige und schreckliche Wesen, und merken, dass die kindlichen Urängste auch einen wahren Ursprung haben können.
The Hole ist zwar ein Gruselfilm, der auf Brutalität und explizite Goreszenen verzichtet, dass macht ihn trotzdem nicht zu einem Kinderfilm, denn der phantasievoll inszenierte Schrecken bedient die eigentlich jedem Zuschauer bekannten Ängste. Hierbei ist der Film angenehm altmodisch im positiven Sinne, denn man trifft auf angenehm sympathische Darsteller, die ihre Figuren glaubhaft verkörpern, der Film lässt sich Zeit, seine Charaktere vorzustellen, ohne dabei langatmig zu werden, und der Schrecken kommt intensiv, ohne dabei ein zu schnell geschnittenes Blutmassaker abzuliefern. Leider jedoch weist das Drehbuch an einigen Stellen Schwächen auf, gerade im Bezug auf das Finale wäre ein wenig mehr Innovation wünschenswert gewesen, um den positiven Gesamteindruck des Filmes bis zum Ende hin zu erhalten.
So bleibt The Hole ein guter und überzeugender Film, der kurzweilig unterhält, aber leider nicht dauerhaft in Erinnerung bleiben wird (wie ihm dies zum Beispiel mit Gremlins gelang… hier sind mir auch nach Jahren einige Szenen immer noch sehr präsent!)
Die Blu ray (2D – Version) aus dem Hause Ascot Elite ist auf der technischen Seite einwandfrei! Im Bonusbereich findet der geneigte Zuschauer neben einem Making of, Interviews mit Cast & Crew, einem Feature zu den Arbeiten mit 3D – Set, noch einen Trailer und eine Programmschau.
Somit ist The Hole ein teils amüsanter, teils kurzweiliger und spannender Beitrag, der in seiner Machart herrlich old school ist, und zeigt, dass es immer noch möglich ist, den Horror subtil in die Familie zu bringen. Genrefans sollten sich nicht entgehen lassen.

Link zum englischen Trailer

The Hole – Wovor hast Du Angst?
(Ascot Elite)

CFS