The Last Stand - Limited Uncut Hero Pack  (Splendid Film)

The Last Stand – Limited Uncut Hero Pack (Splendid Film)

81xcuKufhQL._SL1200_Unter der Regie des koreanischen Ausnahmetalents Kim Jee-woon („I saw the Devil“, „Bittersweet Life“) spielt der Ex-Gouverneur Arnold Schwarzenegger einen erbarmungslosen Sheriff. Neben visueller Eleganz und stilsicher platzierten Gags fesselt THE LAST STAND vor allem durch Nonstop-Action und kompromisslose Härte. Neben Schwarzenegger sind u.a. Johnny Knoxville („Jackass“), Jaimie Alexander („Thor“), Forest Whitaker („Der letzte König von Schottland“), Eduardo Noriega („Transsiberian“), Peter Stormare („Constantine“) und Rodrigo Santoro („300“) an der gnadenlosen Jagd beteiligt.

Ex-Drogen-Cop Owens (Arnold Schwarzenegger) bekämpft seit einiger Zeit nur noch die Verbrechen in der verschlafenen Grenzstadt Sommerton Junction. Deren ländliche Idylle ist jedoch vorbei, als der berüchtigte Drogenboss Gabriel Cortez (Eduardo Noriega) aus einem FBI-Gefängnistransport entkommen kann. Begleitet von einer Bande gesetzloser Söldner, die vom eiskalten Burell (Peter Stormare) angeführt wird, rast Cortez mit einer getunten Corvette Z1 Richtung mexikanischer Grenze. Sein Weg führt ihn dabei direkt durch Sommerton Junction. Und genau dort wollen John Bannister (Forest Whitaker) und seine Gesetzeshüter den gejagten Verbrecher stellen. Owens will sich zunächst aus dem unausweichlichen Duell heraushalten, greift dann aber doch ein. Schließlich ist dies seine Stadt und hier ist ER das Gesetz …

Meinung zum Film:

I’ll be back! Daran hatte irgendwie auch keiner wirklich gezweifelt, doch manchmal dauern Versprechen eben etwas länger… Da dem Mimen Arnold Schwarzenegger bekanntermaßen ein politisches Amt in seine Filmkarriere grätschte, dauerte es satte zehn Jahre, bis man ihn wieder in einer Hauptrolle erleben durfte. Doch die Zeiten ändern sich… Mittlerweile ist nicht mehr Hong Kong Action-Lieferant Nr. 1 (Hollywood ist es ja schon sehr lange nicht mehr), sondern Südkorea mit seinen Filmemachern steht in der Gunst der Filmfreunde ganz weit vorne, so dass man für eine Rückkehr der Action-Legende auf Nummer sicher gehen wollte und sich von dort den erfahrenen Kim Jee-woon (A Bittersweet Life, I Saw the Devil, A Tale of Two Sisters) für seinen ersten US-Regie-Einsatz heranholte.
Doch mir stellte sich die Frage, welche Zielgruppe man mit einem neuen Schwarzenegger-Film erreichen wollte. Ein neues, jüngeres Publikum wird sich schwertun mit einem knapp 70 Jahre alten Action-Darsteller, somit bliebe nur das ältere Stammpublikum, welches ihm aus seinen Filmen der 80’er und 90’er Jahre die Treue gehalten hat. Ich war auf jeden Fall gespannt!91o6nLiZ-gL._SL1500_

The Last Stand hat seine schwierige Ausgangslage dabei sehr geschickt und bravourös gelöst! Waren die sehr unterhaltsamen und erfolgreichen Auftritte der „Expendables“, auch eine Rückkehr alter Haudegen, eher humoristischer Natur mit Hang zur Sprüche-klopfenden Selbstironie, wählte man bei The Last Stand den eher ernsten Weg, der eine straighte Story stringent und punktgenau erzählt. Nahezu komplett verzichtet man auf die sonst in solchen Filmen gehäuft auftauchenden Sprüche und setzt die Anspielungen auf ältere Schwarzenegger-Filme sehr subtil. Was den Zuschauer stattdessen hier erwartet ist eine ungewohnt ernsthafte, seriöse Herangehensweise mit einem altersmüden Sheriff Ray Owens (Schwarzenegger), der jedoch eine klare Vorstellung von Recht und Ordnung hat und sich im Kampf für Gerechtigkeit aufmacht, „seine“ Stadt zu verteidigen.
Was einem dabei auffällt, ist ein erstaunlich un-eitler Hauptdarsteller, der keine Probleme damit hat, sich beim massieren seiner geschwollenen Füße oder als schnarchend-schlafender Senior filmen zu lassen. Gerade das macht den Charme des Films aus, denn genau dies macht den Mimen sympathisch und die Figur glaubhafter.
Umrahmt wird Schwarzenegger zudem von einer Vielzahl an guten Darstellern, die teils den komödiantischen Part abdecken (allen voran Johnny Knoxville als ziemlich wirscher Waffen-Liebhaber).

The Last Stand ist letztendlich ein solider Actioner, der sich stilistisch gekonnt in mehreren Genres bedient. Man findet neben Griffen zu den klassischen Filmen wie „Mad Max“ oder „Bullitt“ auch Zitate an die großen amerikanischen und italienischen Western. Dazu eine Prise des aktuell angesagten „Fast & Furious“-Franchise und fertig ist ein Film, der sowohl old-school als auch modern wirkt, so wie als Actionfilm als auch als Thriller durchgehen kann.

81y9YhMUjxL._SL1500_Splendid Film setzt bei der Veröffentlichung für den Heimkinomarkt auf das bewährte Konzept, welches sie schon bei „The Expendables“ einsetzten: so viele verschiedene Versionen zu veröffentlichen, wie möglich, damit auch jeder was für sich in dem breiten Sortiment findet. So gibt es neben einer leicht gekürzten FSK 16-Variante noch die unzensierte FSK 18-Version, diese zudem auch noch in unterschiedlichen Aufmachungen.
Hier vorliegend hatte ich die Limited Uncut Hero Pack-Blu-ray, welche sich durch ihre grandiose Ausstattung hervorhebt. Die Disc selber befindet sich in einem schönen Steelbook, welches als Variant-Cover ein alternatives Holo-Magnet-Cover dabei hat. Dieses steckt in einem stabilen größeren Karton, in welchem sich noch Postkarten, Poster und Aufkleber befinden, mein persönliches Highlight jedoch ist der massive Sheriff-Stern mit Magnetbefestigung!
Der Film selber liegt in einer sehr guten Bild- und Tonqualität vor, im umfangreichen Bonusbereich befinden sich neben deleted und extended scenes noch Interviews, eine B-Roll, das „Not in my Town – Making of the Last Stand“ und einiges mehr.

Ich muss gestehen, ich hatte nicht damit gerechnet, dass mich der Film begeistern würde und bin sehr positiv überrascht, wie überzeugend das Endergebnis letztendlich geworden ist. Die Story war zwar nicht unbedingt innovativ aber liebevoll ausgearbeitet, spannend und wendungsreich, der wahre Pluspunkt waren jedoch die Schauspieler, allen voran der immer noch charismatische Hauptdarsteller und die gute Regie von Kim Jee-woon. Ein sehenswerter Film und eine herrlich selbstironische aber auch ernsthafte und respektvolle Rückkehr!

Christian Funke-Smolka