The Prisoner (2009) (Koch Media)

The Prisoner (2009) (Koch Media)

Die britische Serie The Prisoner aus dem Jahr 1967 gilt zu Recht auch heute noch als Klassiker der Serienunterhaltung, gelang es ihr doch, mit surrealen und nicht nur für die damalige Zeit abgedrehten Ideen und Momenten das Seherlebnis nachhaltig zu verändern. Immer noch nennen viele aktuelle Regisseure diese Serie als großes Vorbild (zum Beispiel diente sie J.J. Abrahams als Inspiration für seine Serie Lost). So war es nur eine Frage der Zeit, bis man diesen Klassiker als Remake dem heutigen Publikum in einer modernen Version präsentiert.
Für diese Besprechung lag mir ein Screener der ersten zwei Episoden in Originalsprache aus dem Hause Koch Media vor.

The Prisoner (2009) startet direkt mit einem atemberaubenden Einstieg. Wir erleben den Hauptdarsteller, der in einer unwirtlichen Gegend ohne Erinnerung erwacht, und sich orientierungslos auf den Weg macht. Es handelt sich hier um ein Freilandgefängnis namens „The Village“, in welches er verschleppt wurde, nachdem er seinen Job als britischer Geheimagent an den Nagel hängen wollte. Ab sofort ist er die Nummer 6, und kann sich nicht an seine Vergangenheit erinnern. Aber er lässt sich nicht unterkriegen, und versucht das Geheimnis dieses Ortes zu ergründen.

Eines wird direkt zu Beginn deutlich: es handelt sich hier nicht um ein 1:1 Remake, sondern das Original diente lediglich als Idee, die Geschichte wurde modernisiert, viele surreale Momente rausgenommen und der Plot auf 6 Episoden gestrafft. Dies wurde aber, wenigstens in den vorliegenden ersten beiden Folgen auf hervorragende Weise gemacht. Die Bilder sind atemberaubend, das Tempo rasant, der Soundtrack passt wie die Faust aufs Auge, und mit den Hauptdarstellern James Caviezel und Sir „Gandalf“ Ian McKellen hat man einen echten Glücksgriff getan!

Diese ersten beiden Episoden haben auf mich einen sehr gelungenen Eindruck gemacht, und ich freue mich auf weitere vier Folgen dieser Neuinterpretation!

Christian Funke-Smolka