Vince’s American Hangover - Die wilde Partynacht  (KSM)

Vince’s American Hangover – Die wilde Partynacht (KSM)

51whs+QXtFLEigentlich scheint für Vince (Matt Kawczynski, „The Beast of Bray Road“) alles perfekt, denn mit Cyndi Vanderplatt (Erotikstar Sara Sloane alias Sara Vandella) heiratet er die äußerst attraktive Tochter seines Chefs. Diese entpuppt sich jedoch schon einen Tag nach der Hochzeit als Lesbe. Um Abstand zu gewinnen, überreden seine Freunde Adam (Jake Matthews, „Calendar Girl“) und Brady (Joey Fatone, „My Big Fat Greek Wedding“) sowie sein Bruder Leo (Stephen Medvidick, „Love & Business“), den vom Schicksal Gebeutelten zu einem Spontan-Trip, um den Kopf frei zu kriegen. Vince möchte nach Atlantic City und hofft, dort seine alte Jugendliebe Rebecca (Danica McKellar, „Wunderbare Jahre“) zurückzugewinnen. Während Vince sich auf die Suche macht, haben seine Kumpels Erlebnisse der ganz besonderen Art…

Es kann viel Spaß geben, wenn Kumpels unterwegs sind, seeehr viel Spaß! Dieser irre Angriff auf die guten Sitten wurde inszeniert von Regisseur Frank Vain („Calendar Girl“)!

Meinung zum Film:

Es ist so sicher wie das Amen in der Kirche, dass auf jeden erfolgreichen Kinofilm eine Reihe ähnlich gestrickter Heimkino-Veröffentlichungen ähnlicher Machart folgen werden. Project X, Party Animals und natürlich der im Titel verankerte Hangover haben gezeigt, dass mit dieser Sorte Film das Publikum angelockt werden kann, so dass sich Regisseur Frank Vain entschied, seinen Beitrag mit Vince’s American Hangover – Die wilde Partynacht beizusteuern.416IMCMyUsL

Wir treffen auf Vince, dem eigentlich nach seiner Hochzeit mit der Tochter seines wohlhabenden Bosses die Sonne aus dem Hintern scheinen sollte. Jedoch hinter der heilen Fassade hat er einen unsympathischen Schwiegervater und eine lesbische Ehefrau. Dies reicht dem Drehbuch und seinem Protagonisten Vince dann auch schon als inhaltlicher Aufhänger, um mit seinen zwei Kumpels und seinem Bruder loszuziehen um mit Hilfe von reichlich Sex, Drogen und Glücksspiel den persönlichen Befreiungsschlag anzugehen.

Auch wenn Vince’s American Hangover – Die wilde Partynacht kein cineastischer Meilenstein des Genres ist, denn dafür orientiert er sich zu offensichtlich an den bekannten Vorbildern und liefert zu wenig innovative eigene Ideen, wissen die Schauspieler zu überzeugen, so dass ihnen dank des passgenauen Drehbuchs eine erstaunlich pointierte und treffsichere Gag-Dichte gelingt, die zudem musikalisch mit Beiträgen von der Bloodhound Gang gut untermalt wurde. Natürlich sitzt nicht jeder Witz, in Summe jedoch kann der Film über seine Lauflänge gut und kurzweilig unterhalten. Kein Anwärter für einen Drehbuch-Oscar, aber definitiv geeignet für einen feucht-fröhlichen Filmabend mit einigen Freunden!

Christian Funke-Smolka