Von der bösen Art – The Violent Kind (Sunfilm/ Tiberius Film)

Von der bösen Art – The Violent Kind (Sunfilm/ Tiberius Film)

Die Schlachter-Brüder sind zurück. Mit dem vorliegenden Genre-Beitrag Von der bösen Art – The Violent Kind liefern sie nach ihrem Debüt The Hamiltons nun ihren dritten Film ab. Die Butcher Brothers sind die Regisseure Mitchell Altieri und Phil Flores, deren Markenzeichen es ist, eine wilde Mischung verschiedener Stile und Genres zu einem unberechenbaren Bastard von einem Film zu vermengen.
Die Geschichte handelt von den Mitgliedern einer Bikergang namens The Crew, welche mittlerweile in der zweiten Generation besteht. Verstrickungen in kriminelle Machenschaften mit einschlägiger Knasterfahrung ist dabei Teil des Gesamtkonzeptes von The Crew.
Cody, eben aus dem Gefängnis entlassen, fährt mit seinen Jungs zu seiner Mutter, welche ihren runden Geburtstag gebührend im Kreise ihrer Lieben bei Bier, lauter Musik und einer Reihe Stripperinnen feiern möchte. Angekommen im entfernt liegenden Clubhaus der Gang ist die Party im vollen Gange. Da aber auch die beste Feier irgendwann mal endet, verlassen die meisten Gäste, unter anderem Codys Ex-Freundin Michelle das Clubhaus, und die restlichen Gäste beschließen, vor Ort zu übernachten. Plötzlich jedoch steht Michelle blutüberströmt und verletzt vor der Tür. Da die Autos und Telefone plötzlich nicht mehr funktionieren, beschließt man, sich am nächsten Tag um die Angelegenheit zu kümmern. Doch die verletzte Michelle wirkt irgendwie aggressiv, beinah wie besessen, und fällt kurze Zeit später einen der Gäste an und richtet ihn übel zu. Doch auch nach der Fixierung Michelles entspannt sich die Situation nicht, denn plötzlich tauchen mysteriöse Personen auf, welche offensichtlich nicht in guter Absicht vorbeigekommen sind, und zudem ein großes Interesse an der besessenen Michelle zeigen.
Von der bösen Art – The Violent Kind ist ein rauer und brutaler Mutant von einem Film. Man merkt in nahezu jeder Sekunde den Spaß, den die Crew (viele gehören mittlerweile zur Stammcrew der Butcher Brüder) bei den Dreharbeiten hatte, und der sich auch meistenteils auf den Zuschauer überträgt. Der Film ist beileibe nicht perfekt. Er wirkt oftmals uneben, ohne klare Linie, aber irgendwie verleiht ihm das auch einen gewissen Charme, denn als Zuschauer hat man dafür auch immer wieder diesen positiv gemeinten „ach Du Scheiße, was kommt denn jetzt“ – Moment, den man leider mittlerweile viel zu selten bei Filmen erlebt. Denn eines ist offensichtlich, der Film ist so roh und ungestüm, wie man es nur selten zu sehen bekommt (und die deutsche Fassung deshalb auch um einige Szenen erleichtert werden musste!).
All jene Zuschauer werden an Von der bösen Art – The Violent Kind ihre Freude haben, denen eine Geschichte gefällt, die gleichzeitig albern, sexy, brutal und düster sein kann und dabei einen angenehmen, nicht so ganz ernsthaften B-Movie-Charme mit viel Rock `n Roll versprüht…

Christian Funke-Smolka

Trailer