Way of the Samurai (Splendid Film)

Way of the Samurai (Splendid Film)

Wir befinden uns im Thailand des 16. Jahrhunderts, und sehen den japanischen Samurai Yamada Nagamasa (Seigi Ozeki), der wegen eines Verrates durch die eigenen Reihen seiner Heimat den Rücken gekehrt hat und nun in Thailand als Soldat in der dortigen Armee des mächtigen Königs Naresuan kämpft. Auch wenn die Schlacht gegen das feindliche Burma vorbei ist, herrschen weiter Unruhen. Hierfür sind geheimnisvolle japanische Samurai schuld, die in der Bevölkerung für Angst und Schrecken sorgen. Als Yamada beim Kampf mit diesen Samurai verletzt wird, rettet ihn eine gruppe Muay-Thai-Krieger, die ihn nach seiner Genesung trainieren. Hierbei erlernt er die uralten Kampftechniken der Krieger, so dass er nun sowohl als Samurai als auch als Muay – Thai – Krieger perfekt ausgebildet ist. Er wittert seine Chance, das thailändische Volk, dem er sich zugehörig fühlt, zu rächen, indem er die eigenen Landsleute bekämpft.

Regisseur Noporn Watin präsentiert uns einen thailändischen Kampffilm, der Muay-Thai mit Schwertkampf vermischt, und so für teils unglaublich gelungene Kampfszenen verantwortlich ist. Um den Film jedoch nicht zu einem reinen Action-Klopper verkommen zu lassen, legt er großen Wert auf die Geschichte und eine atmosphärische Bildgestaltung. Jedoch trägt das Drehbuch zu sehr mit seinen patriotischen Aussagen auf, was auf Kosten des Gesamtbildes geht.

Way of the Samurai ist unterhaltsames Genrekino, kann aber nicht mit den großen Vorbildern, wie zum Beispiel den Tony Jaa – Filmen, mithalten. Dafür wurde an einigen Stellen zu massiv mit CGI – Effekten nachgeholfen, als dass die Virtuosität eines Ong Bak erreicht würde. Meiner Meinung nach wurde hier das definitiv vorhandene Potential ein wenig verspielt, da man sich nicht entscheiden konnte, doch eher in Richtung 300 und seine Ästhetik zu gehen, oder lieber die meistens gut choreografierten Kämpfe entsprechend realistisch zu zeigen.

Hier vorliegend haben wir die unzensierte Blu-ray, veröffentlicht in der schön gestalteten Black Edition aus dem Hause Splendid Film, die mit einer guten Bild- und Tonqualität aufwarten kann.

Way of the Samurai bietet dem Zuschauer tolle Bilder, wobei gerade die Landschaftsaufnahmen ein echter Augenschmaus sind. Auch die Kämpfe sind meistens gut choreografiert und fotografiert, jedoch teils zu krampfhaft auf „hip“ getrimmt. Allerdings ist die Kernaussage der Geschichte stellenweise zu patriotisch und dick aufgetragen, wodurch die Story gerade im eher ruhigen Mittelteil stark an Glaubwürdigkeit verliert.
Somit ist Way of the Samurai zwar unterhaltsam, geht aber in der Menge an guten Veröffentlichungen der letzten Zeit unter.

Christian Funke-Smolka