We Are What We Are (Koch Media) +++ Review +++ Gewinnspiel +++ Feature +++

We Are What We Are (Koch Media) +++ Review +++ Gewinnspiel +++ Feature +++

Cover

Mit: Julia Garner („Der letzte Exorzismus: The Next Chapter“, „Sin City 2: A Dame to Kill For“), Ambyr Childers („Gangster Squad“, „2 Guns“), Michael Parks („Django Unchained“, „Kill Bill: Volume 1 & 2“) u. a.

Regie: Jim Mickle („Vampire Nation“)

24. Januar 2014 auf Blu-ray, DVD und als VOD

Manche Familiengeheimnisse sind dunkler als andere: Wie jenes der Familie Parker, die seit der Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs das Credo vom „Fressen oder gefressen werden“ mehr als verinnerlicht hat. InWAWWA_020 ihrer kleinen Heimatstadt führen die Parkers ein unauffälliges und zurückgezogenes Leben, bei dem Vater Frank mit harter Hand den Ton angibt. Nach dem unerwarteten Tod der Mutter besteht er darauf, dass seine Töchter nicht nur die Erziehung des jungen Bruders Rory übernehmen, sondern künftig auch für die Weiterführung der gewöhnungsbedürftigen Ernährungstradition verantwortlich sind. Doch als die Mädchen sich gegen den Brauch ihrer Ahnen auflehnen, droht die Familie zu zerbrechen.

Was im gefeierten mexikanischen Original noch verstörende Sozialstudie war, wird mit dem in jeder Hinsicht überlegenen US-Remake zum effektiven und psychologisch tiefschürfenden Horrorthriller. Mit „We Are What We Are“ legt „Vampire Nation“-Regisseur Jim Mickle seine filmische Reifeprüfung ab und wagt sich an eine kontroverse Auseinandersetzung mit dem bis heute als gesellschaftliches Tabu geltende Thema Kannibalismus. Das Ergebnis ist ein bis in die Nebenrollen verstörend gut besetzter Thriller um eine ganz besondere Familientradition, der bereits auf dem Sundance Film Festival 2013 sowie auf dem Festival de Cannes 2013 bei Publikum und Kritik viel Zuspruch fand. „We Are What We Are“ erscheint am 24. Januar 2014 auf DVD, Bluray (im Steelbook) und in einer 2-Disc Special Edition, in der auch die mexikanische Vorlage „Wir sind was wir sind“ enthalten ist.

Meinung zum Film:

Regisseur Jim Mickle bewies schon mit seinem Debüt „Mulberry Street“ ein WAWWA_033ausgesprochenes Gespür für atmosphärisch umgesetzte, ernsthafte und „erwachsene“ Genre-Beiträge. Sein letzter Film „Vampire Nation“ festigte diesen Ruf auf beeindruckende Weise, weshalb ich im positiven Sinne gespannt war auf seine Neuinterpretation des von mir sehr geschätzten mexikanischen Films „Wir sind was wir sind“ von Jorge Michel Grau. Normalerweise halte ich Remakes, die auf ein westliches Publikum zugeschnitten sind, für Nonsens, in diesem Fall machte es in meinen Augen jedoch auf eine gewisse Art Sinn. Zu speziell auf die gesellschaftlichen und politischen Missstände Mexikos ausgerichtet, erwies sich das Original als ein überaus faszinierender und spannender, aber auch ziemlich sperriger Film. Mickle nahm sich der Vorlage mit viel Liebe und Respekt an und übertrug die Geschichte um eine traditionsbewusste Familie in eine amerikanische Kleinstadt. Auch wenn er der Story damit etwas den sozialkritischen Biss nahm, verlagerte er den Inhalt auf eine persönlichere und dramatische Ebene, in der Traditionen und Werte, Familienehre und das Aufbegehren der nachfolgenden Generation eine tragende Rolle spielen. Dabei entwickelt sich der Film zu einem intensiv ausgearbeiteten und in die Tiefe gehenden Drama, welches sich nur phasenweise einiger Stilmittel des Horror- und Terrorfilms bedient, die dadurch umso intensiver und verstörender ihre Wirkung entfalten. Getragen wird We Are What We Are von einer phänomenalen Bildsprache, der zurückhaltend-subtilen, beinahe sinnlichen Inszenierung und vor allem den großartigen Schauspielern, so dass man als Zuschauer von der ersten bis zur letzten Sekunde gebannt der Geschichte folgt.

WAWWA_051Die Blu-ray We Are What We Are erscheint bei Koch Media in einem stimmigen, schwarz gehaltenen Steelcase, der Film ist dabei trotz der FSK 16 – Freigabe unzensiert. Die Bild- und Tonqualität sind hervorragend, im Bonusbereich befinden sich drei jeweils vier Minuten lange Featurettes, die sich mit den Bereichen „Tradition“, „Flucht“ und „Liebe“ im Kontext des Films beschäftigen. Alle drei Berichte sind dabei mit Interviews und Szenen der Dreharbeiten bestückt. Abgerundet wird der Bonussektor mit dem Originaltrailer und einer Programmübersicht.

Mit We Are What We Are beweist Regisseur Jim Mickle, dass er als einer der derzeit interessantesten und stilsichersten Genre-Regisseure betrachtet werden kann. Seine Interpretation des Originals ist kein reines Remake, sondern ein eigenständiger, verstörend intensiver und unangenehmer Film, der noch lange beim Zuschauer nachhallt. Für mich definitiv einer der besten Filme des Monats!!

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Eat me! Drink me! Die verstörendsten Kannibalen -Fakten aus der Film- und Popkultur!

Schmecken wir nun nach Hühnchen- oder nach Schweinefleisch? So schaurig diese Frage auch ist – gestellt wird sie oft. Denn Kannibalismus als gesellschaftliches Tabu ist in den Massenmedien ein großes Thema. Gerade Filme, besonders aus dem Horrorgenre, nutzen dieses Element und spielen mit dem verbotenen Hunger auf Menschenfleisch. Beweggründe für Kannibalismus gibt es in der Tat mehrere und im düsteren Horror-Thriller „We Are What We Are“ ist der Verzehr von Menschen sogar eine Familientradition.

Wem jetzt schon das Wasser im Mund zusammenläuft, dem präsentieren wir die berühmtesten und verstörendsten Kannibalen-Fakten aus der Film- und Popkultur.

Der Kannibalen Pyscho – „American Psycho“

Ja, Patrick Bateman aus „American Psycho“ ist ein waschechter Kannibale! Neben seinen guten Eigenschaften wie Yuppiarschloch, eiskalter Killer und gestörter Psychopath, gesellt sich dieser sadistische Charakterzug auch in sein Portfolio. In der gleichnamigen Filmumsetzung zwar vernachlässigt, wird Kannibalismus im Buch mehr und mehr Teil seiner ausschweifenden Gewaltexzesse.

Die Kannibalen-Show „Versuchskaninchen“

Kannibalismus macht auch vor dem Fernsehprogramm keinen Halt! Unter dem Deckmantel der Wissenschaft haben 2011 zwei niederländische Moderatoren in ihrer Show „Proefkonijnen“ (übersetzt: Versuchskaninchen) ein Fleisch-Häppchen aus dem Körper des jeweils anderen verspeist. Der tiefere Sinn der Aktion blieb weitgehend unklar. Serviert wurden die fingerhutgroßen Portionen mit Karotte und Spargelstange. Laut einem der Moderatoren war das Mahl aber nicht besonders lecker.

Der singende Kannibale – „Sweeny Todd – Der teuflische Barbier aus der Fleet Street“ Können Musical und Kannibalismus zusammenpassen? Scheinbar schon. Im poetischsten Blutbad der Filmgeschichte mit Starbesetzung, werden unliebsame Kunden und Feinde des Barbiers kurzerhand ermordet und anschließend ein Stockwerk tiefer im Fleischpastetenladen verarbeitet. Diese neue spezielle Zutat scheint den Bewohnern Londons zu munden und die Kundschaft (fr)isst unbewusst die Nachbarschaft!

Der Vorzeigekannibale – Dr. Hannibal Lecter

Dr. Hannibal Lecter ist ein charismatischer Kannibale mit hervorragenden Manieren, der in zahlreichen Filmen und mittlerweile auch in einer TV-Serie sein Unwesen treibt! Von dem Film „Hannibal“ bleibt uns dabei eine verstörende Szene besonders im Gedächtnis: Scheibchenweise verspeist er das Gehirn eines Polizisten, nachdem er ihn unter Drogen gesetzt und die Schädeldecke entfernt hat. Immer noch am Leben und dem Speisenden zusehend, wird sein Verhalten durch die Reduzierung seines Gehirns immer kindischer und schließlich als störend empfunden. Wohl bekomm’s!

Der Kannibale von Rothenburg

Die Ereignisse um den Kannibalen Armin Meiwes haben auf unterschiedlichste Art viele Menschen inspiriert. 2001 hat Meiwes über das Internet sein freiwilliges Opfer kontaktiert und später gemeinsam mit ihm Köperteile verzehrt. Ein Großteil des Prozederes wurde auf Video dokumentiert. Der unvorstellbare Fall hat zu einer Vielzahl von künstlerischen Aufarbeitungen geführt. Zahlreiche Serien und Filme integrieren Teile der Tat in ihre Handlung. Auch der Musiker Marilyn Manson benannte ein Album nach dem Fall und die Band Rammstein veröffentlichte 2004 die Single „Mein Teil“ mit dem Refrain: „You are what you eat“.

Nun gesellt sich auch die Familie Parker aus „We Are What We Are“ zu der illustren Reihe der Film-Kannibalen! Für die jüngste Generation der Parkers stellt sich die Frage nach Hühnchen oder Schwein jedoch nicht – sondern vielmehr nach dem Richtig oder Falsch ihres Handelns. Wer wissen will, wie sie sich letztendlich entscheiden, sollte sich den Film unbedingt ab dem 24. Januar 2014 für das Heimkino besorgen!

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Gewinnspiel:

Ich freue mich,

2 x die Blu-ray im Steelbook

von “We Are What We Are” verlosen zu können!

Wer mir bis zum 09. Februar 2014 eine Mail mit dem Betreff “We Are What We Are” (plus der Anschrift) an:

christian@wewantmedia.de

schickt, das Gewinnspiel auf Facebook teilt und mir eventuell noch ein “gefällt mir” auf meiner Facebook – Seite (https://www.facebook.com/wewantmedia) gibt, nimmt an der Verlosung teil!

Bestimmt durch die Reihenfolge der Teilnahme bekommt jeder Teilnehmer eine Nummer zugeordnet, über den oder die Gewinner/in entscheidet ganz unparteiisch und unbestechlich Random.org.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, der/die Gewinner/in wird zeitnah benachrichtigt und unter diesem Post genannt.

Herzlichen Glückwunsch! Die Gewinner stehen fest, die Filme sind bereits auf dem Weg… viel Spaß damit! Allen anderen Teilnehmenden meinen herzlichen Dank für die große Resonanz und viel Glück beim nächsten Gewinnspiel!

Christian Funke-Smolka