“What the Waters Left Behind” (Busch Media Group) +++Rezension & Gewinnspiel+++

“What the Waters Left Behind” (Busch Media Group) +++Rezension & Gewinnspiel+++

Ein Film von Luciano Onetti und Nicolas Onetti

mit German Baudino, Paula Brasca, Mirta Busnelli, Victorio D’Alessandro, Agustín Pardella u.v.a.

Die argentinische Gemeinde Epecuén ist eine Geisterstadt. Einstmals zählte der Ort zu den beliebtesten Ferienzielen des Landes. Tausende Touristen kamen Jahr für Jahr, um in den heißen Thermalquellen zu baden. Doch im November 1985 wurde Epecuén von einer zehn Meter hohen Springflut überschwemmt. Als das Salzwasser nach über dreißig Jahren zurückging, hinterließ es eine verwüstete Ruinenlandschaft. Jetzt ist eine Gruppe junger Dokumentarfilmer nach Epecuén gekommen, um einen Film über die zerstörte Stadt zu drehen. Die Gerüchte, dass dort immer wieder Besucher verschwunden sind, werden ignoriert. Als jedoch das Auto der Filmcrew eine Panne hat, wird die Exkursion zum grausamen Horrortrip. Denn Epecuén ist keinesfalls so menschenleer wie man angenommen hatte. Und die Bewohner betrachten die Neuankömmlinge als Beute…

Die argentinischen Brüder Luciano und Nicolas Onetti dürfen sich berechtigterweise rühmen, die Pioniere des südamerikanischen Backwoods-Horrors zu sein. Ihr Film What the Waters Left Behind ist eine Hommage an Klassiker wie „The Texas Chainsaw Massacre“ und „The Hills Have Eyes – Hügel der blutigen Augen“.

Internationale Premiere feierte What the Waters Left Behind auf dem Sitges Film Festival bei Barcelona, das weltweit als das renommierteste Festival des fantastischen Films gilt.

Hierzulande konnten sich Horrorfans beim Obscura Filmfestival Berlin 2017 sowie auf der diesjährigen Horror Nacht in Wolfsburg von den Qualitäten des Schockers überzeugen.

© Busch Media Group

Meinung zur Veröffentlichung:

Villa Epecuén war eine argentinische Touristenstadt am Lago Epecuén südwestlich von Buenos Aires, die in den 1920er Jahren gegründet wurde und über Jahrzehnte aufgrund des hohen Salzgehalts des nahegelegenen Sees und den damit verbundenen therapeutische Wirkung des Wassers ein beliebtes Ziel für gesundheitsbewusste Touristen war. Da die 1930er und 1940er Jahre sehr niederschlagsarm waren, schrumpfte der Lago Epecuén ständig, weshalb die Regierung einen langen Kanal baute, der Wasser in den See umleitete, um den Badebetrieb aufrechtzuerhalten. Als es im Jahr 1985 jedoch zu ungewöhnlich starken Regenfällen kam, man jedoch zu wenig Ablaufmöglichkeiten einkalkuliert hatte, brachen die nur geringfügig belastbaren Dämme und binnen Stunden versank die gesamte Stadt in den Fluten. Erst ein Vierteljahrhundert später zog sich das Wasser zurück und präsentierte eine verwüstete, mitten aus dem Leben gerissene, salzverkrustete und dadurch erstaunlich gut erhaltene Ruinenstadt. Diese Einleitung war nun ein wenig ausführlicher, da ich den Aspekt, eine reale Katastrophe als Grundlage eines argentinischen Slashers, der dann auch noch in der realen Umgebung gedreht wurde, ziemlich interessant fand. Die Brüder Luciano und Nicolas Onetti (Sonno Profondo, Francesca), die auch für das Drehbuch verantwortliche waren, nutzen dieses auf morbide Weise faszinierende Setting für ihren neuen Spielfilm What the Waters Left Behind. Sie schicken ein junges und ambitioniertes Filmteam in die unwirtliche Gegend, die mit einer Überlebenden der Katastrophe vor Ort eine Dokumentation drehen sollen. Doch offensichtlich ist die Ruinenstadt nicht gänzlich verlassen…

Schlachten auf argentinische Art

Mit What the Waters Left Behind präsentiert das filmende Brüderpaar einen klassischen Backwood-Slasher, der nahezu alle Zutaten der dem Genrefan bekannten Vorbilder vereint, allerdings auch nur wenige Klischees auslässt. Dabei lässt sich der Film anfangs einige Zeit, um seine Figuren angemessen vorzustellen, nur um sie dann in einen blutigen und meistens lebensverkürzenden Alptraum zu treiben, der mit einer dichten Atmosphäre, einem tollen Soundtrack und einiger Härten in einer stimmungsvollen Bildästhetik punkten kann. So ergibt sich, auch wenn sich einige Protagonisten verhalten, als befänden sie sich in einer Parodie, ein in sich stimmiger, stellenweise derber Genrefilm, der es ohne Beanstandungen durch die FSK-Prüfung geschafft hat, während man witzigerweise dem Trailer die Freigabe im ersten Anlauf verweigerte.

 

© Trailer: Zero Media

 

What the Waters Left Behind (Originaltitel: Los Olvidadors, Argentinien 2017) erscheint uncut mit einer FSK 18-Freigabe als DVD, Blu-ray und Video on Demand bei Busch Media. Mir lag zur Ansicht die Blu-ray vor, die in Bild (2,35:1/1080p) und Ton (Deutsch & Spanisch: dts-HD 5.1) auf einem qualitativ guten Niveau überzeugen konnte. Im Bonusmaterial befanden sich neben dem Filmtrailer ein sechsminütiges Interview und ein elfminütige Q & A-Featurette mit Darsteller Agustin Pardella, welches in beiden Fällen auf dem Obscura Filmfestival in Berlin entstanden ist.

Man kann What the Waters Left Behind als die argentinische Antwort auf Klassiker wie The Hills Have Eyes oder Texas Chainsaw Massacre sehen, läge inhaltlich dabei gar nicht verkehrt, täte dem Film jedoch Unrecht. Denn bei vielen bekannten Versatzstücken ist er doch ein relativ eigenständiger und überzeugender Genrebeitrag, der mit tollen Bildern und einer interessanten Grundgeschichte überzeugen kann. Kein Meilenstein, aber durchweg gute Unterhaltung, die man sich als Fan definitiv anschauen sollte.

Gewinnspiel:

Ich freue mich, zum Heimkinostart von „What the Waters Left Behind“

2 x die Blu-ray

verlosen zu können.

Frage:
Was ist euer liebster Backwoods-Horrorfilm?

Wer mir bis zum 16. November 2018 eine Mail mit dem Betreff „What the Waters Left Behind“ (plus der Anschrift, dem Altersnachweis & der Antwort) an:

christian@wewantmedia.de

schickt, das Gewinnspiel freiwillig auf Facebook mit jemandem teilt, dem das auch gefallen könnte und mir, wer mag, noch ein “gefällt mir” auf meiner Facebook – Seite (https://www.facebook.com/wewantmedia) gibt, nimmt an der Verlosung teil!

Bestimmt durch die Reihenfolge der Teilnahme bekommt jeder Teilnehmer eine Nummer zugeordnet, über den oder die Gewinner/in entscheidet ganz unparteiisch und unbestechlich Random.org.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, der/die Gewinner/in wird zeitnah benachrichtigt.

Herzlichen Glückwunsch! Die (volljährigen) Gewinner stehen  fest und wurden per Mail informiert. Die Blu-rays sind auf dem Weg, viel Spaß damit! Allen anderen Teilnehmenden meinen herzlichen Dank für die große Resonanz und viel Glück beim nächsten Gewinnspiel!

Christian Funke