Battroborg (TOMY)

Battroborg (TOMY)

2013-10-13 14.02.26Es gibt Spiele, die wecken direkt beim Spielstart das Kind in einem. Die Klassiker wie das ferngesteuerte Auto oder Modellflugzeug haben nun eine mächtige Konkurrenz bekommen: den Battroborg! Denn wer wie ich seinen Spaß an Filmen wie „Pacific Rim“ oder „Real Steel“ hatte, dem wird es in den Fingern kribbeln, wenn er über das Spielprinzip der Battroborg liest.
TOMY, ein japanisches Spielzeugunternehmen, 1924 von Eiichirō Tomiyama gegründet, schloss sich im März 2006 mit der K.K. Takara zusammen, welche unter anderem die Produkte von „Hasbro“ („Transformers“, „Beyblade“) vermarkteten. Dadurch erweiterte sich das vormals auf Vorschulprodukte ausgelegte Sortiment um Spielwaren wie das hier vorliegende Spiel der Kampfroboter.

Aber genug erzählt, kommen wir nun zum Kern der Besprechung. Die Battroborgs sind innovative Miniatur-Boxroboter, die über einen Controller gesteuert werden und dabei die Bewegungen des jeweiligen Spielers in Echtzeit ausführen. Da sich die Roboter auf kleinen Rollen befinden, können sie sich durch die Bewegungen des Spielers in verschiedene Richtungen bewegen. Die Roboter besitzen, man kann es auf den Fotos erkennen, auf dem Rücken einen „Rucksack“, in welchem sich der Empfänger und eine kleine leuchtende Lampe befindet. Angetrieben werden die Miniatur-Kämpfer (sie haben eine Größe von etwa 9 cm) vom schurlosen, bewegungsaktiven Controller im Nunchaku-Style (man kennt dies schon von der Wii), die mit jeweils vier AA-Batterien bestückt werden müssen (nicht im Lieferumfang enthalten). Die Roboter müssen vor dem Spiel aufgeladen werden, dies geschieht, indem man sie auf einen entsprechenden Adapter am Controller steckt und die Ladezeit von 20 Minuten abwartet. Danach haben sie Energie für eine etwa 15-20 minütige Runde.2013-10-13 13.56.51

In der hexagonalen Kampfarena können die Roboter gegeneinander antreten (laut Hersteller sogar bis zu 20 in einer Arena). Dabei kann man zwischen unterschiedlichen Spielmodi wählen: Knockout, Knock-Down, Ring Out oder Game of Tag. Auch das Einzeltraining gegen mitgelieferte Sparringpartner (aufstellbare Plastikfiguren, die in der Seitenbande eingehakt werden) ist möglich.

Im Spiel wird schnell deutlich, dass die Taktik, die meine Partnerin und ich zu Beginn favorisierten, nicht unbedingt zum besten Ergebnis führt. Denn wildes draufloshämmern und hektische Bewegungen mit dem Controller führten schnell zu einem eher unkontrollierten Verhalten der Kampfroboter, denn sie hingen schon bald ziel- und planlos in der Seitenbande fest. Also hieß es, die eigene Feinmotorik zu bemühen und etwas zu trainieren. Dazu bot es sich bei uns an, die Roboter aus der Arena zu entlassen und erst einmal auf dem Wohnzimmerboden zu trainieren, wie man diese gezielt lenkt und in eine gewünschte Richtung steuert. Da sich die Richtungssteuerung über die jeweilige Armbewegung koordiniert, ist hier ein wenig (bei mir etwas mehr!! ^^) Übung nötig, um während des Kampfes nicht kopflos durch die Arena zu rollen. Schnell wird dann auch klar, dass man bessere und gezieltere Attacken erzielt, wenn man ein wenig das Tempo aus dem Spiel nimmt. In den ersten Momenten macht es riesig Spaß, einfach nur blöd drauflos zu hämmern, effizient ist dies auf lange Sicht aber nicht. Denn will man einen gezielten Schlag setzen, muss man diesen ordentlich und sauber ausführen, sprich: er muss mit einer gewissen Überlegung ausgeführt werden.

2013-10-13 13.58.05Das jeweilige Ende einer Runde (normalerweise fünf gut platzierte Treffer) wird durch die aus dem Controller tönenden Geräusche, die sich von den Kampfgeräuschen deutlich unterscheiden, so wie dem entsprechend rot glühenden Lämpchen und dem Stillstand des ausgeknockten Roboters signalisiert. Hier ist es zu empfehlen, sich vor dem ersten Spiel die detaillierten Erklärungen und Tipps auf der Herstellerseite durchzulesen und die Videos anzuschauen (http://de.battroborg.com/#content/de/home.html).

Die Battroborgs sind ein sehr unterhaltsames und kurzweiliges Spiel, welches nach der entsprechenden Trainingsphase zu erbitterten Zweikämpfen führen kann. Aus technischer Sicht einwandfrei (die Ladung der Roboter so wie die Synchronisation von Roboter und Controller liefen ohne Probleme) ist ein Training für einen gelungenen Fight definitiv nötig. Dann aber steht dem Spielspaß nichts mehr im Weg!

An dieser Stelle auch noch meinen herzlichen Dank, dass ich die Battroborgs testen durfte!

Präsentation der TOMY Battroborgs auf der Spielwarenmesse 2013 mit Axel Schulz:

 

Christian Funke-Smolka