Crysis 2

Crysis 2

Seit vorgestern wartet Crysis 2, der Nachfolger von Crysis (wer hätte es gedacht), auf die gierig grabschenden Hände und sich traurig leerenden Geldbörsen der Zocker aus Europa. Wer die Spannung zum Release nicht ertragen konnte, kaufte sich das Vorbestellerpaket und erhält dafür nun einige Ingame-Extras wie neue Outfit und derlei Schnickschnack.
Viele von euch werden sich an Farcry erinnern, den ersten Titel des deutschen (Jeah!) Studios Crytek von 2004, mit dem es seine erste selbstentwickelte Engine CryENGINE präsentierte.
Der Titel setzte auf Strand-Palmen-Jungle-Insel-Feeling mit für damalige Verhältnisse großartiger Grafik und neuartiger künstlicher Intelligenz. Es folgten viele Sequels (FarCry: Instincts, FarCry: Vengeance), die aber aber allesamt nicht so sehr überzeugen konnten. Crytek entwickelte nebenher eine neue Engine, die CryENGINE 2. Als die ersten Bilder dieses Rechenmonsters veröffentlicht wurden, traute die Community ihren Augen nicht. Es sah einfach zu gut aus. Im Internet überschlugen sich die Diskussionen über Systemanforderungen, man glaubte, dass der Rechner, der Crysis in voller Pracht und ruckelfrei darstellen erst noch erfunden werden musste, was nicht ganz falsch war. Crytek schraubte wie bescheuert an dem Algorythmus der Grafikberechnung Kartenanbieter entwickelten Treiber, die extra für Crysis ausgelegt waren. Die Systemanforderungen näherten sich dem High-End-Standart. Trotzdem: Crysis erschien und zwang die meisten Gamerrechner erwartungsgemäß, aber zu Recht in die Knie.
Heutzutage ist ein High-End-System von damals natürlich Spottbillig, also: Kaufen! Der Titel ist einfach ein Original!

Crysis 2 läuft jetzt schon auf der dritten Generation der CryENGINE, die Grafik hat sich erneut verbessert und sucht gerade in der Darstellung von Vegetation, was schon immer ein Aushängeschild der Engine war, seinesgleichen.
Der Titel spielt im New York der Zukunft, genauergesagt im Jahre 2023, drei Jahre nach Crysis 1. Die Entwickler ändern also das langbewährte Junglesetting in ein „Urbanjungle-setting“, was viele neue taktische Möglichkeiten bietet. Die Aliens, die im ersten Teil die Erde angegriffen haben, sind wieder am Start und hampeln in Amerika herum. Ihr spielt einen Mann mit dem klangvollen Namen „Alcatraz“, der im Besitz der Nanosuit 2 ist, welche euch im Gegensatz zur Nanosuit 1, die es im ersten Teil zu benutzen galt, größere Freiheiten in der Nutzung lässt. Die vier selbsterklärenden Modi Strength, Speed, Cloak und Armor wurden überarbeitet und verbessert, zudem lässt sich die Rüstung nun nach euren Wünschen upgraden, um eurem bevorzugten Kampfstil mehr zu entsprechen.
Auch die Waffen bieten nun sehr viel mehr Möglichkeiten, verbessert und angepasst zu werden. Schalldämpfer, Zeilbeleuchtung, Visiere und vieles mehr wartet darauf, auf eure Wumme geschnallt zu werden.

Die Story ist etwas konfus und lässt sich nur schwer Tür und Angel erklären. Ihr spielt eben Alcatraz, der als Mitglied einer Spezialeinheit in New York abgesetzt wird, um einen CryNet Mitarbeiter zu retten, der dort festsitzt. Aber natürlich läuft nicht alles nach Plan, das U-Boot, in dem ihr mit euren Kumpanen nahe dem Ziel abgesetzt werden solltet, wird von den Aliens zerstört und ihr überlebt als einziger. „Prophet“, eine altebekannte Figur aus Crysis 1 rettet euch, hat aber nicht damit gerechnet, das er von CryNet aufgrund von Ungehorsam und Befehlsverweigerung, die am Ende von Crysis 1 angedeutet wird, gesucht wird. Er gibt Alcatraz seine Nanosuit 2.0 und bringt sich um. Der Spieler freut sich nach kurzer Trauer um Prophet natürlich ein Loch in den Bauch, merkt aber bald, dass CryNet dadurch statt Prophet nun ihm auf den Fersen ist und diesem Loch noch ein paar weitere hinzufügen möchte.
Die Rollen sind verteilt, es kann losgehen!

Mann! Ich würde das Teil gerne besitzen, aber leider ist mein Rechner so alt, das Unwissende bisweilen versuchen, ihn mit Lochkarten zu speisen. Deshalb werde ich nicht meine, sondern die Tastatur meiner Kollegen vollsabbern oder das Spiel auf den aktuellen Konsolen zocken, die wahrscheinlich eh die Zukunft des Gamings inne haben (kontrovers, kontrovers…).
Aber eins ist sicher, entgehen wird mir dieser Titel nicht.

DiePflanze meint: „Endlich ein Spiel, das Grafikhuren und Shooterfans gleichermaßen erfreut. Deutsche Studios habens eben doch drauf!“