Hobby zu Beruf - in der Gaming-Branche arbeiten

Hobby zu Beruf – in der Gaming-Branche arbeiten

Viele Menschen träumen davon, ihr Hobby zum Beruf zu machen und nicht Wenigen scheint die Gaming-Branche ideal, eine junge, eher unkonventionelle und lukrative Branche, die mit dem Versprechen lockt, vom Zocken zu leben (zumindest teilweise).

Am Anfang steht das Studium bzw. die Ausbildung: inzwischen haben sich einige private Hochschulen auf spezielle Studiengänge spezialisiert, die namenhaftesten darunter sind das SAE Institute mit Sitz in Berlin, Bochum, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Leipzig, Köln, München und Stuttgart, sowie die Games Academy in Berlin und Frankfurt.
Bei jährlich organisierten Schnuppertagen oder Ständen auf Fachmessen (wie der Cebit oder Gamescom) können Interessierte ein Gefühl dafür bekommen, was und wie dort studiert wird. Ansonsten sind aber auch klassische Ausbildung und Studiengänge im Medien-, Design- und Informatikbereich gerne gesehen.

Für die tatsächliche Bewerbung ist neben klassischen Fähigkeiten, die in jedem Bewerbungsgespräch unabhängig von Branche und Stelle relevant sind, auch anderes wichtig. Die Gaming-Branche lebt nämlich zudem davon, einerseits selbst leidenschaftlich gerne zu spielen und andererseits Arbeitsproben vorweisen zu können, egal ob als Grafik- oder Sounddesigner oder als Entwickler.

Wie man auch auf diesem Portal sieht, in Dortmund sind Jobs generell in der IT- aber auch in der Gaming-Branche zu finden. Bei den zahllosen vorhandenen IT-Unternehmen und Spieleentwicklern wie Z-Software (unter anderem Rettungswagensimulator und Solar Struggle) ist es auch kein Wunder. Zudem gibt es im Ruhrpott auch international bekannte Entwicklerteams, etwa Piranha Bytes (Gothic-Reihe, Risen-Reihe) aus Essen.

Die wichtigsten Jobs innerhalb der Spielebranche sollen nun im Folgenden kurz aufgeführt werden, um euch einen Eindruck zu vermitteln:

• Spieledesigner: Die Gamedesigner arbeiten in Designdokumenten die wichtigsten Eckpunkte neuer Spieleideen aus, fertigen teilweise Prototypen und arbeiten mit dem Entwickler- und Designteam zusammen, damit das wirkliche Spiel möglichst nah an der ursprünglichen Vision ist, eventuelle Änderungen zugunsten des Erfolgs aber möglich bleiben. Für die Qualifikation als Gamedesigner gilt ähnliches wie für den Spieleproduzenten.

• Programmierer: Programmierer entwickeln (meist in C++) das, was im Hintergrund eines Spiels dazu führt, das etwas passiert, schreiben an neuen Programmen für andere Teile des Teams und spezialisieren sich meist weiter auf Fachbereiche wie zum Beispiel die KI-Entwicklung. Sie sollten analytisch denken können und geübt im Umgang mit den wichtigsten Engines sein (was auch vom Arbeitgeber abhängt). Qualifizierend sind spezielle Game Engineer- oder gewöhnliche Informatik-Studiengänge.

• Grafiker: Dies umfasst ein weites Feld zwischen 3D Modellierung, Texturerstellung, Animation und vielem mehr. Der Grafiker erstellt Inhalte nach den Vorgaben von Gamedesignern und sollte neben guten Zeichenfähigkeiten wichtige Tools wie Photoshop oder Maya problemlos beherrschen. Neben natürlichem Talent und Kreativität gibt es Ausbildungs- und Studienmöglichkeit mit einem starken Grafikdesignfokus.

• Produzent: Spieleproduzenten leiten ein Projekt, sind Schnittstelle zwischen Team und Publisher, treffen richtungsweisende Entscheidungen, überwachen Budgetaufstellungen und einzuhaltende Termine. Trotz einschlägiger Studiengänge setzen die meisten Entwickler voraus, dass Spieleproduzenten langjährige Erfahrung vorzuweisen haben.

• Tontechniker: Tontechniker nehmen Musik und Sounds nach Vorgaben auf und sind mitverantwortlich dafür, dass diese zur Grundstimmung des Spiels passen. Es handelt sich ebenfalls um einen kreativen Bereich, für den neben Talent eine Ausbildung oder ein Studium im Medien-, Musikwissenschafts- oder Tontechnikbereich notwendig ist, wobei es auch hier Spezialstudiengänge gibt.

• Weitere Jobs: es gibt zahllose weitere Jobs, die augenscheinlich vielleicht weniger am Projekt beschäftigt sind, aber dennoch enorm wichtig sind. Dazu zählen das Marketing, die Arbeit im Kundendienst, das Übersetzen, der Vertrieb oder auch Community Management. Sonderrollen nehmen der Spielejournalismus ein, der nicht direkt am Spiel arbeitet, aber es erlaubt, in viele Bereiche zu schnuppern und der Spieletester, eine Position, die oft nicht mit Vollzeitstellen besetzt wird und wichtig für das Qualitätsmanagement ist.