Schrott des Monats - Flirtgewitter

Schrott des Monats – Flirtgewitter

Absolut befriedigt: Asexuelle in grüngrau.

Gamer haben es heutzutage schwer. Kaum Tageslicht, wenig Erotik. Dem wollte Ubisoft wohl Abhilfe schaffen und entwickelte Flirtgewitter für die Wii. Da mir im Moment die Worte fehlen, empfehle euch diesen kaum beschissenen Trailer hier. Schaut ihn euch wirklich gut an. Auch die Politiker unter euch. Denn dann werdet ihr verstehen, welche Spiele wirklich verboten gehören.


Alles klar, das sieht ja nach jeder Menge Party-Spaß aus. Dann wollen wir mal.

Singleplayerpotential

Zum Singleplayermodus bleibt eigentlich nicht viel zu sagen. Möglicherweise bauen die Macher tatsächlich einen mit ein. Ich prophezeie folgende Achievements: „Das Spiel kaufen“, „Das Spiel kaufen, obwohl man den Trailer gesehen hat“, „Es einlegen, ohne an sich zu zweifeln“, „Es zu spielen, ohne sich anschließend den Strick zu nehmen“. So oder so werden Alleinzocker mit diesem Titel ganz besonders viel Spaß nicht haben.

Ausgelassen: Wenn die Fleger weg sind herrscht gute Laune in der Anstalt.Multiplayer

Bei dem „Wir halten einen Wii-Controller zwischen unsere Köpfe und lecken an ihm rum“-Spielmodus fing ich an zu weinen und musste so zum Glück nicht mit ansehen, wie die zwei jungen Männer die Ärsche ihrer Partnerinnen vermöbelten, um vor popeliger Schlosskulisse gemeinsam durch bunte Ringe zu fliegen. Ubisoft hält diese Art der Steuerung übrigens für, Zitat: „unvorstellbar lustig“. Ich stelle mir 2 Paare vor, die sich krankhaft lachend den Po wund klöppeln und lege mir die Nummer der nächsten Anstalt bereit… Nicht minder grenzdebil gestaltet sich der Stripteasemodus. Ihr stript. Oder die anderen Stripen. Wer dafür ein Videospiel braucht, hat keinen Strip verdient.
Weitere Spielmodi blieben uns im Trailer zum Glück erspart, aber hier noch ein paar weitere Beispiele, weils so schön ist: Eine Stimme aus dem Controller (Die Wii-Controller haben einen kleinen Lautsprecher installiert), säuselt dem Spieler total sexy Begriffe ins Ohr, die er dann, sofern er sich vor Geilheit noch halten kann, pantomimisch darstellt. Ein anderer Spielmodus besteht darin, den Partner auf dem Schoß zu balancieren, während dieser einen Mitspieler hochhebt. Kein Scheiß. Nichts verprüht mehr Behindertenwohnheimsathmosphäre. Nicht mal ein Behindertenwohnheim.

Fazit

Als das penetrante Gekicher der Schauspieler im Trailer endlich versiegt, hören meine Ohren auf zu bluten. Zitternd tippe ich die Nummer von Domian und frage ihn, ob Kastrationsgedanken in meinem Alter normal sind. Keine Frage: Wenn irgendwann mal Überbevölkerung unser Land heimsucht, dann ist dieses Spiel der Ausweg aus der Krise. Das Spiel ist ungefähr so erotisch wie ein Autounfall und mindestens so traumatisierend. Achja, die Grafik ist übrigens sehr kindisch und gibt dem Spiel eine leicht pädophile Note. Wem bei Findet Nemo die Hose eng wurde, darf hier also beherzt zugreifen. Für nur 30€ holt ihr euch den Spaß nach Hause.

DiePflanze meint: „Ubisoft schickt einen netten Gruß an eure Libido.“