„Es wird Nacht im Berlin der Wilden Zwanziger“ (TASCHEN) +++Vernissage, Gewinnspiel & Buchbesprechung+++

„Es wird Nacht im Berlin der Wilden Zwanziger“ (TASCHEN) +++Vernissage, Gewinnspiel & Buchbesprechung+++

Das Berlin der Goldenen 1920er ist eine Erfolgsstory, die das 20. Jahrhundert seinen Kindern und jetzt auch Kindeskindern immer wieder gerne erzählt: so viel Rasanz, Theatralik, Drama, Lichter der Großstadt, Verkehrschaos, Leben, das laut auf sich aufmerksam macht, will es nicht in Hinterhöfen und Mietskasernen verkümmern, Cabaret, Theater, Funk, Film, Reklame, Bubikopf und Monokel, queere Kieze, Charleston und der „Onkel Bumba aus Kalumba“; alles rennt, rast und schwoft, jeden Tag breaking news, Sensationen und Spektakel. An dieser Geschichte, deren Strahlkraft heller leuchtet als fünf Millionen Osram-Birnen (Werk Berlin-Friedrichshain), haben viele mitgestrickt, Kunstschaffende, City Girls, Gigolos, Bohemiens, Intellektuelle, Koksbarone, Ringvereine und Politgangster, Wissenschaftler, Sportskanonen und Spekulanten, Dr. Mabuse, Mackie Messer, Maria, der schöne Maschinenmensch und eine endlose Parade von tanzwütigen Nachtschwärmern.

Nach den Bestsellern Hollywood in the 30s und Jazz: New York in the Roaring Twenties hat sich Illustrator Robert Nippoldt diesmal mit dem Schriftsteller Boris Pofalla zusammengetan, um den Geist dieses Jahrzehnts in einem atmosphärisch dichten Album einzufangen.

Der Künstler

Robert Nippoldt ist Zeichner und Buchkünstler. Einem größeren Publikum bekannt wurde er durch seine preisgekrönten Bücher über das Amerika der 1920er und 1930er Jahre Gangster, Jazz und Hollywood. Zusammen mit dem Trio Größenwahn präsentiert er Ein rätselhafter Schimmer, eine poetische Amüsierschau über das Berlin der 20er.

Der Autor

Boris Pofalla, geboren 1983, studierte Kunstgeschichte und Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Er ist Autor und Kunstkritiker der Welt. 2015 erschien sein Debütroman Low. Er lebt in Berlin.

© TASCHEN

Meinung zur Veröffentlichung:

Kaum ein Jahrzehnt ist mit so vielen Illusionen und (beschönigenden) Vorstellungen behaftet, wie die wilden Zwanziger. Der erste Weltkrieg war vorbei, dass Leben hart und die Bevölkerung größtenteils verarmt. Aber war der Tag auch hart, versprach die Nacht das komplette Gegenteil und lockte mit sündigem Treiben, Alkohol, Lust und Musik! Gerade Berlin war dabei in Deutschland die Stadt, die wie geschaffen für diesen lockeren Lebenswandel und die pure Lebenslust schien. Hier versammelten sich die kreativen Köpfe, die Künstler und die Bohéme und schafften es, dass man auch heute, fast hundert Jahre später, immer noch davon spricht, dass dies wahrscheinlich die große, vielleicht auch die größte Zeit Berlins war. Es war die Zeit von Kurt Tucholsky, den Comedian Harmonists, Kurt Weill, Bertolt Brecht, Marlene Dietrich, Max Schmeling, aber auch Albert Einstein, dem glanzvollen Adlon oder der „Schneekönigin“ Anita Berber. Eine Zeit, in der Glanz und Elend eng beisammen standen, dass Eine wahrscheinlich ohne dem Anderen kaum möglich gewesen wäre. Auch wenn hier vieles nachträglich mystifiziert wird, bleibt die Faszination, man sieht es beispielsweise an dem großen Erfolg der Fernsehserie Babylon Berlin, bestehen.

Eine Faszination, der sich auch Illustrator Robert Nippoldt nicht entziehen konnte, als er vor etwa fünf Jahren mit der Arbeit an Es wird Nacht im Berlin der Wilden Zwanziger begann. In kraftvollen, sehr detailverliebten schwarz-weiß-Zeichnungen widmet er sich der goldenen Ära Berlins in all ihren abwechslungsreichen Facetten und reichert die Bilder mit zahlreichen spannenden Infokästchen an. Man lernt die bekannten und zum Teil schon vergessenen Persönlichkeiten dieser Zeit kennen, erhascht einen Blick auf den Pomp, aber auch auf die bittere Armut und das Elend in den dunklen Ecken der Vergnügungsviertel. Ergänzt werden die wundervollen Zeichnungen von informativen und gut recherchierten Texten des Literaturwissenschaftlers Boris Pofalla, die interessante Einblicke in die Anfänge dieser Ära, ihre Entwicklung und das hartes Ende mit dem Beginn der großen Wirtschaftskrise und dem Erstarken der NSDAP bietet.

Das gelungene Gesamtergebnis erscheint im großformatigen, in Leinen gebundenen Hardcover bei TASCHEN (228 Seiten, €49,99). Am Ende des Buches befindet sich eine CD, die, zusammengestellt von Stephan Wuthe, den Sound dieser Zeit vereint. Hier bieten Marlene Dietrich, Richard Tauber, Kapelle Hermann Rohrbeck oder Marek Weber die musikalische Untermalung, um sich ganz in das Berlin der Zwanziger Jahre entführen zu lassen.

 

 

Doch das Buch ist nicht genug, denn am Donnerstag, den 14. Dezember 2017 lädt TASCHEN Berlin ab 19.00 Uhr zum Jahresabschluss herzlichst ein, das Erscheinen dieses Buches und die Ausstellungseröffnung zu feiern (Vernissage ab 19 Uhr).

TASCHEN Berlin
Schlüterstr. 39
10629 Berlin

Faszinierend, spannend und äußerst informativ! Mit Es wird Nacht im Berlin der Wilden Zwanziger entfaltet TASCHEN zum Jahresausklang ein großes Panorama der Goldenen Zwanziger!

Gewinnspiel:

Ich freue mich, einen Bildband von „Es wird Nacht im Berlin der Wilden Zwanziger“ verlosen zu können.

Frage:
Was ist eure liebste Berlin-Anekdote?

Wer mir bis zum 14. Dezember 2017 eine Mail mit dem Betreff „Es wird Nacht im Berlin der Wilden Zwanziger“ (plus der Anschrift & der Antwort) an:

christian@wewantmedia.de

schickt, das Gewinnspiel freiwillig auf Facebook mit jemandem teilt, dem das auch gefallen könnte und mir, wer mag, noch ein “gefällt mir” auf meiner Facebook – Seite (https://www.facebook.com/wewantmedia) gibt, nimmt an der Verlosung teil!

Bestimmt durch die Reihenfolge der Teilnahme bekommt jeder Teilnehmer eine Nummer zugeordnet, über den oder die Gewinner/in entscheidet ganz unparteiisch und unbestechlich Random.org.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, der/die Gewinner/in wird zeitnah benachrichtigt und unter diesem Post genannt.

Christian Funke