Juicy Beats 2018: Zwei Tage Festivalfieber im Dortmunder Westfalenpark

Juicy Beats 2018: Zwei Tage Festivalfieber im Dortmunder Westfalenpark

23 Jahre Juicy Beats Festival am Freitag, 27. Juli & Samstag, 28. Juli

Top-Acts:
Kraftklub, 257ers, Kontra K, Editors, RIN, Boys Noize, Feine Sahne Fischfilet, SXTN, Dub FX, Von Wegen Lisbeth, Drunken Masters, Bukahara, Trettmann, Grossstadtgeflüster, Weekend, Neonschwarz, Haiyti, Format:B, Tube & Berger, Susanne Blech, Team Rhythmusgymnastik, Larissa Rieß, Juliet Sikora, Ante Perry, u.v.m.

In diesem Jahr feiert eines der interessantesten und abwechslungsreichsten Festivals des Ruhrgebiets seinen 23. Geburtstag und Petrus feiert mit. Denn seit Tagen herrscht karibisches Klima, so dass, entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und eine umfangreiche Wasserversorgung vorausgesetzt, die Party mit über 200 Bands und DJs und insgesamt über 50.000 Gästen bei brüllender Hitze beginnen konnte.

Was das Juicy Beats auszeichnet und seit Jahren zu einem der vielfältigsten und buntesten Festivals NRWs macht, ist das abwechslungsreiche und spannende Angebot. Neben den diesjährigen großen Namen wie Kraftklub, Feine Sahne Fischfilet, Editors, 257ers, Kontra K, Dub FX, Von Wegen Lisbeth, Drunken Masters, Bukahara, Trettmann, RIN, Boys Noize, SXTN und vielen anderen, die auf den verschiedenen Bühnen ihre Shows spielten, sorgten auf kleineren Nebenbühnen Poetry-Slammer, Nachwuchsmusiker, und die derzeit angesagten oder aufstrebenden Club-DJs der Region für musikalische Unterhaltung.

Am Freitag wurden die Bühnen von namenhaften Acts wie Kraftklub, Boys Noize, Von Wegen Lisbeth oder SXTN bespielt. Zudem gab es auf zahlreichen Floors und Bühnen, unter anderem der Initiative Dortmund.Macht.Lauter., Rap, Hip Hop, Indie und Elektro, um bis in die frühen Morgenstunden die Zuschauer bei Laune zu halten und zu bewegen. Während mich erst Susanne Blech und später Von Wegen Lisbeth, Nepomuk und Larissa Riess musikalisch durch den ersten Tag begleiteten, waren Kraftklub, die bereits 2011 auf dem Juicy Beats spielten, der der krönende Konzert-Abschluss! Gute Texte, ein sehr guter Sound, eine professionelle und sehr abwechslungsreiche Show und musikalischer Hochdruck machten die anderthalbstündige Show zu einer riesigen, schweißtreibenden Party mit Bandwettlauf über die Hände des Publikums, einer publikumsnahen Fahrt durch die Menge und einer Tanzgruppe, die ein sehr gutes Konzert hervorragend abrundete!

Am Samstag steigerte ein noch abwechslungsreicheres Programm und etwas kühlere Temperaturen mit gelegentlichen kleineren und etwas größeren Regenschauern die Partylaune. Ob die MCs und Beatproducer an der Bring Your Own Beats Stage, die WDR Cosmo Stage, wo beispielsweise die wohl erfolgreichste Cloudrapperin Deutschlands Haiyti die Leute zum Tanzen brachte, oder das Konzerthaus Dortmund, für jeden Geschmack war etwas dabei. Dazu gesellten sich dann beispielsweise die Konzerte der phantastischen Neonschwarz oder il Civetto. Was wäre das Juicy Beats aber ohne seine kleinen Überraschungen, wenn man, wie ich, als regelmäßiger Konzertgänger die Highlights auf den eher kleineren Bühnen für sich entdecken konnte. Dies sind die klassischen, unbeschreiblichen Juicy Beats-Momente, wenn man mit schon schmerzenden Füßen, total verschwitzt und eigentlich schön völlig erschöpft an einer der vielen Nebenbühnen, vom Sound angezogen, sich dabei ertappt, wie man plötzlich, von der Musik gefesselt, erst mitwippt und dann doch, obwohl man eigentlich meinte, sich nie wieder bewegen zu können, mittanzt. Dazu gab es dann noch unglaublich intensive Auftritte der grandiosen Editors, den gewohnt guten Feine Sahne Fischfilet, denen es trotz kurzer Tonpanne gelang, das Publikum bei Laune zu halten, oder den stimmungsvollen Dub FX, Kontra K und 257ers. So zeigte sich das Juicy Beats auch dieses Jahr als ein für alle musikalischen Richtungen offenes, unglaublich vielfältiges und spannendes Festival.

Neben dem bunten Treiben auf Bühnen und Floors gab es auch dieses Jahr eine Einkaufsmeile mit alternativer Kunst, Tattoos, ausgefallener Kleidung oder Schmuck, zudem gab es die gewohnt abwechslungsreiche Auswahl an Fressbuden. Neu dabei war der DJ Autoscooter, der den Spaßfaktor in die Höhe schnellen ließ! Auch hier liegt eine der Stärken des Juicy Beats! Den Veranstaltern gelingt es, die Möglichkeiten des Westfalenparks gut auszunutzen und so ein vielfältiges Angebot zu präsentieren, welches den Zuschauern die Möglichkeit bietet, gepflegt zwischen den Acts entspannen zu können und ein charmantes Jahrmarkt-Feeling aufkommen lässt! So war es auch dieses Jahr ein unglaublich friedliches, gutgelauntes und sommerliches Event mit zahlreichen kleinen und größeren schönen Momenten, so dass man sich schon mit Spannung auf das nächste Juicy Beats im kommenden Jahr freuen darf, und sich am besten rechtzeitig Tickets sichert!

Kaya Smolka, Christian Funke & Christian Linke