Mockemalör - Schwarzer Wald (Operation23)

Mockemalör – Schwarzer Wald (Operation23)

mockemaloer_schwarzerwaldModerne trifft auf Tradition, Berlin trifft auf den Schwarzwald – zwei Gegensätze, die bei MOCKEMALÖR zu einer unverkennbaren Einheit geworden sind. Die 14 Songs des Longplayers sind eine Symbiose aus zeitgemäßem Indie-Electro-Pop und den heimatlich anmutenden Texten im Schwarzwälder Dialekt.

Rauschende Bassteppiche, surrende sphärische Synthesizer, klirrende Gitarrenakkorde und klare wie bizarre Percussion Beats bestimmen das Klangbild des Albums. Als Kontrast agieren die gefühlvollen und eindringlichen Songtexte in alemannischer Mundart. Das Spiel mit Kontrasten ist ein wichtiges Instrument und verleiht MOCKEMALÖR einen einzigartigen Sound. So sind auf „Schwarzer Wald“ neben gefühlvollen Balladen auch Titel mit gesteigertem Tempo vertreten.

“Für mich fühlt es sich immer wieder gut an, auf Alemannisch zu singen. Es befreit mich von der Last des Alltags. Und genau das möchten wir unseren Hörern mitgeben: Entflieht der Schnelllebigkeit unserer hochdigitalisierten Zeit und dem kulturellen Dauerbeschuss. Fangt wieder an, euch auf eure Wurzeln zu besinnen,” erklärt Frontfrau Magdalena.

Als erste audio-visuelle Präsentation zeigte sich die Band mit dem geheimnisvollen Video zu „Gespenster“. Dieser Clip wurden in den Heilstätten Beelitz bei Berlin gedreht und setzt die mystische Atmosphäre des Songs auf den Punkt um. Die zweite Videoauskopplung „Min Ma“ steht bereits in den Startlöchern und wird in Kürze veröffentlicht.

Meinung zur CD:

Mockemalör sind eine faszinierend andersartige Band aus Berlin, deren Sängerin Magdalena Ganter jedoch aus Hinterzarten, einem Kurort östlich des Südschwarzwaldes in der Ecke Freiburg kommt. Da Musik mit Dialekt nicht mehr nur im volkstümlichen anzutreffen ist, entschied man sich, dass die Sängerin ihre Texte in alemannisch singt. Das in Verbindung mit der sehr abwechslungsreichen musikalischen Unterstützung macht den innovativ-neuartigen Stil der Gruppe aus, die so fremdartig wie experimentell klingt, dabei aber so warme und tiefgehende Musik kreiert, dass es eine wahre Freude ist. Abwechslungsreich und verspielt werden hier die Elemente des Swing völlig zwanglos mit Indie und Elektro gekoppelt, man merkt den Musiken dabei den Spaß an der Klangtüftelei deutlich an. Stimmlich glänzt Magdalena Ganter, deren Gesang sich in die Gehörgänge schmeichelt und durch den Dialekt noch wärmer und emotionaler klingt. Auch wenn man als der hochdeutschen Sprache mächtiger nicht alles versteht, was die Lyrik der einzelnen Lieder so bietet, liegt hier jedoch der Reiz des noch genaueren Zuhörens.Mockemaloer_Presse_2_medium

Die CD wird in einem schlichten aber sehr ansprechend gestalteten und zur Musik stimmigen Pappschuber vom Label Operation 23 veröffentlicht und ist im Vertrieb bei ZEBRALUTION. Auf dem Cover finden wir das Motiv einer dunkel gehaltenen Baumscheibe und den Schriftzug, im Innenteil befindet sich ein Gruppenfoto der Band. Das Booklet ist ein doppelseitiges, ausklappbares Poster, welches die Songtexte und Zeichnungen beinhaltet.

Mockemalör haben mich mit ihrem Debütalbum Schwarzer Wald auf eine sehr angenehme Art völlig unvorbereitet erwischt und direkt in ihren Bann gezogen. Diese interessante Mischung, die sowohl fremdartig als auch unterbewusst vertraut klingt ist schon auf einem Datenträger faszinierend, jedoch noch besser kann ich mir einen Liveauftritt vorstellen. Berliner haben hierzu am 12. Oktober 2013 bei dem Record-Release-Konzert in der Location „Grüner Salon“ die Chance, ich persönlich jedoch muss mich wohl (hoffentlich nicht all zu lange) gedulden, bis Mockemalör auch mal das Ruhrgebiet beehren!

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Christian Funke-Smolka